Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

17.04.2016 Von Matthias Brosch

Rassismus aus den Köpfen

In Anwesenheit von KZ-Überlebenden hat das Land Niedersachsen gestern der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen vor 71 Jahren gedacht. Der Anblick des Grauens wurde sich in Erinnerung gerufen, der sich den britischen Soldaten bei der Ankunft im Lager am 15. April 1945 geboten haben muss.

In Bergen-Belsen, keine 70 Autokilometer von Nienburg entfernt, „wurden über 50 000 KZ-Häftlinge und rund 20.000 Kriegsgefangene ermordet oder starben an Hunger, Durst, Krankheiten und den Folgen der Haft. Die Erfahrungen der Gefangenen von völliger Ohnmacht und ständiger Gewalt- und Todesbedrohung ließen sich nicht nachempfinden“, teilte der Evangelische Pressedienst am Wochenende mit.

„Aber wir können den Überlebenden zuhören“, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt bei der Gedenkveranstaltung des Landes, der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen. „Und vor allem können und müssen wir uns insbesondere in Deutschland, dem Land der Täter, kritisch damit auseinandersetzen, warum es zu den unfassbaren Verbrechen kam.“

Als jüngste Rednerin betonte die 19-jährige FSJlerin Katja Fiedler, sie wolle dazu beitragen, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät: „Es liegt in unserer Verantwortung vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte, dass wir dafür sorgen, dass der Rassismus aus den Köpfen der Menschen verschwindet.“

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Erstellt:
17. April 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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