René Rast fährt am Sonnabend im Regen auf Platz drei. Audi

René Rast fährt am Sonnabend im Regen auf Platz drei. Audi

Motorsport 23.07.2019 Von Die Harke

Rast nach Aufholjagd noch Fünfter

Motorsport: Nach Platz drei am Sonnabend entscheidet ein Reifenkrimi das DTM-Sonntagsrennen

Assen. Spektakuläre DTM-Premiere im niederländischen Assen: Nach der Regenschlacht am Sonnabend erlebten die Zuschauer auf dem berühmten TT Circuit am Sonntag auf trockener Strecke einen irren Reifenkrimi, den Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix für sich entschied. Mit Nico Müller auf Platz drei gelang Audi wie am Vortag ein Doppelpodium. Der Steyberger DTM-Tabellenführer René Rast kam in seinem 50. DTM-Rennen trotz eines zweiten Boxenstopps noch auf Platz fünf ins Ziel, am Vortag wurde er Dritter. Schon im freien Training am Freitag hatte sich abgezeichnet, dass die Reifen in Assen auf trockener Strecke extremen Belastungen ausgesetzt sind. „Heute ging es darum, schnell zu fahren und gleichzeitig die Reifen zu schonen“, sagte Mike Rockenfeller. „Es war schwierig zu fühlen, was die Reifen machen. Im zweiten Stint konnte ich sie gut managen und attackieren, aber es war alles andere als einfach.“

Von Startplatz drei aus ins Rennen gegangen, lag Rockenfeller nach dem Start zunächst hinter René Rast auf Platz zwei. Der DTM-Spitzenreiter hatte zeitweise einen komfortablen Vorsprung, musste aber als Führender ein zweites Mal zum Reifenwechsel an die Box kommen. „Ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle, aber plötzlich gingen die Reifen komplett in den Keller“, sagte Rast, der somit auf Platz 13 zurückfiel. Mit einer spektakulären Aufholjagd und Rundenzeiten, die teilweise bis zu fünf Sekunden schneller waren als die seiner Gegner, kämpfte er sich in den letzten neun Runden noch auf Platz fünf nach vorn. DTM-Chef Gerhard Berger brachte den Steyeberger Ausnahmefahrer deshalb nicht zu Unrecht schon vor Assen mit der Formel 1 in Verbindung.

„In diesem Rennen ist unglaublich viel passiert“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „René war sehr schnell, hat dann aber irgendwie seine Reifen überstrapaziert. Ein fünfter Platz ist bei zwei Boxenstopps trotzdem noch ein sehr gutes Ergebnis. Es war ein fantastisches Rennen vor einer tollen Kulisse. Ich glaube, die Fans haben heute ein richtiges Spektakel gesehen.“

Audi holte am Sonntag 68 von 88 möglichen Punkten und vergrößerte seinen Vorsprung in der Herstellerwertung auf BMW auf 170 Punkte. In der Fahrerwertung führt René Rast mit 158 Punkten vor Nico Müller (136) und Marco Wittmann (118), der am Sonntag als einziger BMW-Pilot Punkte holte.

Weiter geht es in der DTM am 10. und 11. August im britischen Brands Hatch.

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Erstellt:
23. Juli 2019, 06:01 Uhr
Lesedauer:
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