René Rast (links) und Ex-Formel 1-Pilot Juan Pablo Montoya boten sich im Finale ein spannendes Duell. Gefeiert wurde anschließend gemeinsam. Rast

René Rast (links) und Ex-Formel 1-Pilot Juan Pablo Montoya boten sich im Finale ein spannendes Duell. Gefeiert wurde anschließend gemeinsam. Rast

Riad 04.02.2018 Von Die Harke

Rast triumphiert beim „Race of Champions“

Motorsport: Der Steyerberger wandelt mit Timo Bernhard in Riad auf den Spuren von Vettel und Schumacher

[DATENBANK=4422]René Rast[/DATENBANK] und Timo Bernhard wanderten am späten Freitag auf den Spuren von Michael Schumacher und Sebastian Vettel: Als Team Deutschland gewannen der DTM-Champion aus Steyerberg und der WEC-Champion aus Homburg den Nations Cup des „Race of Champions“ im saudi-arabischen Riad. Für Deutschland ist es der insgesamt achte Sieg beim Nationencup, den Schumi und Vettel jahrelang dominiert hatten. „Das war eine großartige Teamleistung. René ist ein wirklich starkes Finale gefahren, hatte zwei tolle Heats. Ich hatte auch eine gute Runde gegen Helio, aber er war einfach noch schneller“, sagte Bernhard über sein Finale.

Rast – wie Bernhard Rookie beim ROC – war völlig von der Rolle nach dem nächsten Titel als Novize – wie zuvor in der DTM: „Es sind hier die Besten der Besten. Als ich jung war, habe ich das Event hier schon verfolgt. Dass ich selbst jetzt hier gewonnen habe, ist unglaublich. Gegen all diese Jungs. Ein wahrgewordener Traum!“

Deutschland gegen Südamerika im Finale des Showevents, das auf einem kurvigen Kurs in einem Fußballstadion ausgetragen wurde.

Gleich im ersten Duell kam es zu einer Neuauflage aus der Gruppenphase: René Rast gegen den amtierenden Champion of Champions, Ex-Formel 1-Pilot Juan Pablo Montoya. Und im Nascar-Fahrzeug gelang dem Deutschen diesmal die Revanche – 1:0 für Deutschland. Das zweite Duell verlor Bernhard jedoch gegen Helio Castroneves, eine faustdicke Überraschung.

Das dritte Duell zwischen dem dreifachen Sieger der Indy500 Castroneves und Motorsport-Tausendsassa Rast musste also die Entscheidung bringen: Fahrzeug für die Entscheidung: der Ariel Atom Cup, von null auf 100 in 2,9 Sekunden, 255 PS, 550 Kilogramm. Guter Start von beiden, kaum ein Unterschied war zu erkennen. Beide voll am Limit, Castroneves touchiert kurz vor dem Ende leicht die Bande, Vorteil Rast, der den Vorsprung ins Ziel rettet. Sieg Deutschland!

Weniger Glück hatte René Rast am Tag darauf im Einzelwertbewerb des Events, das traditionell vom Spaßfaktor aller Beteiligten lebt. Ex-Formel 1-Pilot David Coulthard setzte sich am Ende bei seiner insgesamt elften ROC-Teilnahme klar gegen WRC- und WRX-Star Petter Solberg aus Norwegen durch. Rast gewann zwar in der Vierergruppe zum Auftakt zwei von drei Läufen – davon einen kampflos, weil Lando Norris wegen einer leichten Verletzung an der Hand nach einem Crash aufgeben musste.

Doch führte genau das dazu, dass Rast zwar genauso viele Siege vorzuweisen hatte wie Joel Eriksson und sogar die bessere Zeit. Doch waren die beiden durch das ausgefallene Rast-Duell mit Norris nicht mit komplett gleichem Material unterwegs gewesen. Das wurde Rast von der Rennleitung zum Nachteil ausgelegt. Ein ganz bitteres Aus – zumal er im direkten Duell gegen den Schweden gesiegt hatte.

Zum Artikel

Erstellt:
4. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.