Heike Teichmann bietet im Evangelischen Familienzentrum Hoya jetzt eine „Systemische Familienberatung“ an. Achtermann

Heike Teichmann bietet im Evangelischen Familienzentrum Hoya jetzt eine „Systemische Familienberatung“ an. Achtermann

Hoya 13.11.2017 Von Die Harke

Ratsuchende sollen motiviert werden, Lösungen zu finden

Heike Teichmann bitet im Evangelischen Familienzentrum Hoya eine „Systemische Familienberatung“ an

„Ein Problem schon lange mit sich herumtragen, gute Ratschläge hören, die jedoch auch wenig hilfreich sind, immer wieder die gleichen Gedankengänge um ein Thema und doch keinen Schritt weiterkommen. Manchmal erscheinen Situationen so festgefahren, dass es scheinbar keine Möglichkeit gibt, zu einer Lösung zu finden. So sehr man es auch dreht und wendet“, heißt es in einer Mitteilung des [DATENBANK=2372]Evangelischen Familienzentrums Hoya[/DATENBANK]. An dieser Stelle setzet die systemische Familienberatung an, welche wie der Name schon sage, die ganze Familie mit allen Beteiligten in den Blick nehmen wolle. Diese lösungsorientierte Beratung sei keine Therapie, sondern konzentriere sich in der Gesprächsführung auf die Gegenwart und die gewünschte Zukunft. Aus der Vergangenheit würden nur Erfolge und Ausnahmen berücksichtigt.

Der oder die Ratsuchende würden dabei unterstützt zu schauen, welche Personen oder auch Situationen in Zusammenhang mit ihrem Problem in Erscheinung treten würden. Wann ist das Problem stärker, wann weniger, wann überhaupt nicht spürbar? Wie nehmen andere das Problem wahr, wer würde als erstes merken, dass sich etwas verändert hat.

In der Beratung würden keine Vorschläge zur Lösung des Problems beziehungsweiseb Vermutungen zur Entstehung dessen gestellt. Vielmehr würden die Ratsuchenden dazu motiviert, selbständig eine Lösung für das Problem zu finden.

Dabei stehe an erster Stelle das genaue Zuhören und Nachfragen. Der Beratende verstehe sich als Kooperationspartner, der sich so auf den Ratsuchenden einstelle, dass dieser seine eigenen Kompetenzen und Ressourcen erkennt und zur Lösung seines Problems einsetzte.

„Hierbei kommen verschiedene Methoden zur Betrachtung und Lösung des Problems zum Tragen. So können beispielsweise auf einem sogenannten Familienbrett die Beziehungen der Familienmitglieder untereinander visualisiert werden. Aber auch andere für den Aufsteller wichtige Personen (Freunde, Lehrer, Arbeitskollegen) können hier berücksichtigt und aufgestellt werden“, heißt es weiter.

Das besondere am Familienbrett sei, dass alle Personen auch verschoben werden könnten, der Aufsteller also auch „was wäre, wenn“ Situationen herbeiführen und daraus eigene Schlüsse ziehen könne. Eine weitere hilfreiche Methode sei die Erstellung eines „Genogramms“. Mit dem „Genogramm“ würden familiären Verbindungen aufgezeigt und gleichzeitig geschaut, welche Bindungen, Zusammenhänge oder auch immer wiederkehrende Muster im eigenen Familiensystem erkennbar seien.

Hinzugefügte Symbole veranschaulichten dann, wie die einzelnen Familienmitglieder zueinanderstehen und welche Dynamik daraus entstanden sei.

Diese und weitere Arbeitsweisen in der systemischen Familienberatung bietet die Leiterin des Familienzentrums Hoya, Heike Teichmann, an. Nächste Termine sind am 12. Dezember und am 9. Januar jeweils von 8.30 bis 11 Uhr. an

Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich unter (04251) 6707710.

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Erstellt:
13. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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