Das Nienburger Wesavi büßte in der Pandemie Besucher ein. Foto: Baade

Das Nienburger Wesavi büßte in der Pandemie Besucher ein. Foto: Baade

Nienburg 23.01.2022 Von Edda Hagebölling

Re-Start für Holtorf

Redakteurin Edda Hagebölling zu den Corona-Folgen im Wesavi und zur Zukunft des Freibades Holtorf

Am Beispiel Wesavi lässt sich ziemlich gut nachvollziehen, wie das Corona-Jahr 2021 verlaufen ist. Lockdown, Kurzarbeit, erste schrittweise Lockerungen im Mai, weitere im Juni und September. Bis zur Einführung von 2G plus Anfang Dezember. Parallel der Aufbau von Testzentren. Dass all das an den Mitarbeitenden nicht spurlos vorbeigegangen ist, versteht sich von selbst. Da ging es dem Wesavi-Team kaum anders als den meisten von uns.

Genauso nachvollziehbar: Auswirkungen hatten all die Corona- Schutzmaßnahmen natürlich auch auf die Bade- und Saunagäste. 73.000 Besucherinnen und Besucher wurden in den wenigen Monaten gezählt, in denen das Wesavi zumindest unter Auflagen im vergangenen Jahr geöffnet war. Hinzu kam ein recht durchwachsener Sommer. Zum Vergleich: im Nicht-Corona-Jahr 2019 waren es 186.900 Bade- und Saunagäste. Schon ein kleiner Unterschied. Wie es weitergeht? Die Wesavi-Verantwortlichen können nur hoffen. Genau, wie wir alle.

Und wie die Betreiber der Freibäder. Dort, wo deren Zukunft halbwegs gesichert ist, besteht zurzeit noch nicht so viel Handlungsbedarf. Bis zur Eröffnung der Badesaison im April, Mai wird sich in Sachen Corona noch so viel ändern, dass im Moment wirklich kaum etwas zu regeln ist.

Anders jedoch in Holtorf. Die Zukunft des flächenmäßig größten Freibades im Kreis steht bekanntermaßen auf wackeligen Füßen. Dem ehrenamtlichen Engagement des Fördervereins ist es zu verdanken, dass der Badebetrieb auch 2021 aufrecht erhalten werden konnte.

50.000 Euro war Nienburgs Politik dieser Kraftakt bisher wert. Aktuell wird darum gekämpft, für 2022 wenigstens einen Zuschuss von 80.000 Euro zu bekommen. So oder so: die politisch Verantwortlichen sind nach wie vor in der Pflicht, für das Freibad in Holtorf eine tragfähige Lösung zu finden. Dass die Technik in dem Bad, das unlängst seinen 50. Geburtstag feierte, restlos veraltet ist, ist allgemein bekannt.

In dieser Woche hat sich nach längerer Pause der Arbeitskreis Freibad Holtorf zum ersten Mal wieder getroffen. In teilweise neuer Besetzung. Nach wie vor stehen drei Vorschläge zur Sicherung des Freibades am Dobben im Raum. Olaf Seemeyer, Geschäftsführer der Bäder- Gesellschaft und damit offiziell auch für Holtorf zuständig, hat vorgeschlagen, sich in sechs bis acht Wochen wiederzutreffen und sich dann auf eine kleine Bäderreise zu begeben.

Einen Umbau nach einem Vorbild der Freibäder in Uchte und in Höxter könnte Seemeyer sich für Holtorf gut vorstellen. Wer möchte, kann sich ja im Sommer selbst ein Bild machen und einen Ausflug in den Südkreis beziehungsweise nach NRW unternehmen.

Bis dahin heißt es: durchhalten. Das gilt besonders auch für all diejenigen Eltern, die zurzeit ihr coronapositives Kind hüten.

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Erstellt:
23. Januar 2022, 17:00 Uhr
Lesedauer:
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