Rechtes Geschwurbel
Landkreis 02.02.2020 Von Edda Hagebölling

Rechtes Geschwurbel

Guten Tag

Jetzt sind sie da, die Johanniter aus Landesbergen. Am Donnerstagabend richteten rund 30 Frauen und Männer im Nienburger Bahnhof in dem leerstehenden ehemaligen Bistro einen Verpflegungsstützpunkt ein.

Die Bahn hat ihnen die Immobilie nach umfassender Sanierung – unter anderem waren ein Wasserschaden zu beheben und defekte elektrische Leitungen zu erneuern – überlassen. Nicht ohne Grund.

Wie bereits berichtet, will die Bahn die Versorgung gestrandeter Bahnreisenden verbessern. Kooperationspartner im Landkreis Nienburg sind die Johanniter aus Landesbergen. Sie haben in dem ehemaligen Bistro einen Teil der Sachen deponiert, die sie benötigen, wenn Bahnreisende mit heißen Getränken und – bei längeren Pannen – auch mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden müssen.

Die Johanniter hoffen sehr, dass ihr Vertrauen in den Standort Bahnhof Nienburg nicht enttäuscht wird und die Verpflegungsstelle auch von den Geistern der Nacht gehegt und gepflegt wird.

Ein Gewinn für den Nienburger Bahnhof sind die Johanniter in jedem Fall. Womöglich kann sich die Bahn ja jetzt sogar dazu durchringen, den Eingangsbereich noch einmal mehr reinigen zu lassen und endlich die ständig geöffneten Türen zu schließen.

„Ich verstehe überhaupt nicht, warum ausgerechnet für den Boden helle Fliesen genommen wurden.“ Recht haben sie, die praktisch veranlagten Mädels aus meinem Reisekränzchen.

Neues gibt es auch zu berichten von den Veranstalterinnen und Veranstaltern des Open-Air-Festivals Weserbeatz.

Um „Nazis noch besser aus dem Takt bringen“ zu können, haben sie jetzt einen Verein gegründet. In diesem Bericht lesen Sie, wie Sie die Gruppe in ihrem Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unterstützen können.

Dass die jungen Leute von rechts gerichteten Irrlichtern per E-Mail bei ihren Unterstützern und Sponsoren diskreditiert werden, sind sie gewohnt. „Dieses rechte Geschwurbel nimmt zum Glück niemand ernst“, so das Vorstandsteam beim jüngsten Treffen mit der HARKE am Sonntag.

Ernst genommen haben dagegen die Sechstklässler der Nienburger Albert-Schweitzer-Schule den Auftrag, den Fünftklässlern das Leben und Wirken ihres berühmten Namensgebers näherzubringen. Im vergangen Jahr wurde 70 Jahre Albert-Schweitzer- Schule gefeiert, seinen 500 Geburtstag begeht das ehemalige Jungengymnasium im Jahr 2025.

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Erstellt:
2. Februar 2020, 10:52 Uhr
Lesedauer:
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