Ein Wolf steht in einem Wildpark. Umweltminister Olaf Lies will für die Entnahme problematischer Wölfe einen klaren rechtlichen Rahmen schaffen. Foto: Carsten Rehder/dpa

Ein Wolf steht in einem Wildpark. Umweltminister Olaf Lies will für die Entnahme problematischer Wölfe einen klaren rechtlichen Rahmen schaffen. Foto: Carsten Rehder/dpa

Landkreis 18.12.2019 Von Die Harke

Rechtlicher Rahmen für Wolfstötung

Umweltminister Lies will Jäger auf auffällige Wölfe ansetzen

In Niedersachsen leben nach Zahlen des niedersächsischen Umweltministeriums 200 Wölfe. Die Population steigt. Im Landtag in Hannover gab es Kritik an Umweltminister Olaf Lies (SPD). Der Minister will einen „klaren rechtlichen Rahmen für die Entnahme von Wölfen“ und blickt dabei auch auf die Jäger.

Um die Umsetzung notwendiger Ausnahmen zur Entnahme von auffälligen Wölfen zu ermöglichen, sollen in Niedersachsen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden.

„Eine Allgemeinverfügung soll den rechtlichen Rahmen für die Unterstützung durch Jäger schaffen, einzelne Tiere eines Rudels zu töten, die in bestimmten Regionen für vermehrte Risse verantwortlich sind“, heißt es aus dem Umweltministerium. Bislang gibt es nur eine Ausnahmegenehmigung speziell für den Rodewalder Wolfsrüden mit der Kennung „GW717m“.

Das birge aber das Risiko für die Jäger, dass es bei einer nicht einwandfreien Identifikation zu einer Tötung eines anderen Wolfes kommen könnte: Ein rechtliches Risiko, das für die beteiligten Jäger ausgeschlossen werden soll. Das hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies am Mittwoch, 19. Dezember, im niedersächsischen Landtag erklärt.

„Ich weiß, dass viele Jäger auch Sorge haben, angefeindet und beschimpft zu werden, wenn sie einen Wolf töten – obwohl sie dabei rechtsstaatlich handeln würden. Darum versuchen wir, einen klaren rechtlichen Rahmen zu schaffen“, sagte Lies.

Grundlage dafür sei zunächst die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes. Eine erste Entscheidung auf Bundesebene werde noch diese Woche erwartet. In der Folge soll unter anderem der Abschuss des Wolfes erleichtert werden. Nach einer entsprechenden Beschlussfassung des Bundesrates Anfang Februar könnte dann eine landeseigene Verordnung in die notwendige Verbandsbeteiligung gehen, teilte das Umweltministerium weiter mit.

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Erstellt:
18. Dezember 2019, 18:57 Uhr
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