Ein Abbild des von Markus Lüpertz entworfenen Kirchenfensters zum Thema Reformation in der Marktkirche. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Ein Abbild des von Markus Lüpertz entworfenen Kirchenfensters zum Thema Reformation in der Marktkirche. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover 11.01.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Rechtsstreit um Lüpertz-Kirchenfenster geht weiter

Der Streit um ein von Altkanzler Gerhard Schröder gespendetes Buntglasfenster des Künstlers Markus Lüpertz für die Marktkirche in Hannover geht in die nächste Runde.

Nachdem das Landgericht Hannover im Dezember entschieden hatte, dass das Kirchenfenster eingebaut werden darf, haben die Gegner des Projekts jetzt Berufung gegen diese Entscheidung eingelegt. Das teilte das Oberlandesgericht Celle am Montag auf Anfrage mit.

Zuvor hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtet, der Anwalt des Architekten-Erben Georg Bissen habe erklärt, er sehe gute Gründe dafür, die Entscheidung durch das Oberlandesgericht Celle überprüfen zu lassen. Die Kirchengemeinde reagierte demnach überrascht. „Es ist bedauerlich, dass es nun zu einer weiteren Verzögerung kommt“, sagte Kirchenvorstand Reinhard Scheibe der „HAZ“.

Eigentlich sollte das 13 Meter hohe Fenster schon am Reformationstag 2018 den Innenraum der Marktkirche in ein neues Licht tauchen. Dagegen wehrt sich aber der Erbe des Architekten Dieter Oesterlen, der für den Wiederaufbau der Marktkirche nach dem Zweiten Weltkrieg verantwortlich war. Er sieht das Urheberrecht seines 1994 gestorbenen Stiefvaters verletzt. Die Kirchengemeinde beruft sich auf das kirchliche Selbstbestimmungsrecht und die Religionsfreiheit.

© dpa-infocom, dpa:210111-99-978987/3

Zum Artikel

Erstellt:
11. Januar 2021, 12:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 29sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.