Arne Henrik Meyer, Vorstand des Betriebs Abfallwirtschaft Nienburg, stellt sein Unternehmen vor.  Unternehmerstammtisch

Arne Henrik Meyer, Vorstand des Betriebs Abfallwirtschaft Nienburg, stellt sein Unternehmen vor. Unternehmerstammtisch

Nienburg/Hoya 01.06.2019 Von Die Harke

Recycling und Verschwendung

Unternehmerstammtisch Grafschaft Hoya war zu Gast beim BAWN

Gastgeber des dritten Unternehmerstammtisches Grafschaft Hoya in diesem Jahr war der Betrieb Abfallwirtschaft Nienburg (BAWN). Das Unternehmen, eine Anstalt öffentlichen Rechts, beschäftigt rund 75 Mitarbeiter sowie fünf Azubis. Vorstand Arne Hendrik Meyer stellte das Unternehmen, dessen Dienstleistungen sowie die Herausforderungen bei der Wertstoffverwertung vor. Ein weiterer Referent war Wolfgang Gross von einem Electrocycling-Unternehmen aus Goslar. Die Firma mit 180 festen Mitarbeitern und 30 Zeitarbeitern verfolge das Ziel, Elektrokleingeräte zu möglichst großen Anteilen zu verwerten. Die Firma wurde durch die Telekom gegründet und hatte bis 1997 die Aufgabe, lediglich Telefone zu verwerten.

Ab 1997 begann das Recycling für alle Arten von Elektrokleingeräten. Jährlich werden rund 60.000 Tonnen Elektroschrott verarbeitet. Zu 97 Prozent würden diese wiederverwertet. Die Wiederverwertungsquote beziehe sich auf das Recycling und die Nutzung der Ressourcen in neuen Produkten, aber auch die Verbrennung in Müllverbrennungsanlagen. Drei Prozent der Produktanteile könnten jedoch selbst nicht mehr zur thermischen Verwertung genutzt werden und gelten als Sondermüll. Gross schilderte, dass in vielen Produkten (Smartphones, Tablets) mittlerweile die Akkus fest verklebt würden. Dies habe zur Folge, dass diese Geräte mit Hammer und Schraubenzieher getrennt werden müssten.

Die Themen „Wertstoffe“ und „Recycling“ wurden durch einen dritten Referenten, Lukas Held von der BUND-Jugend, zum Thema „Lebensmittelverschwendung“ vervollständigt. Rund ein Drittel der weltweiten Lebensmittel lande auf dem Müll. Viele Produkte erreichten gar nicht den Markt, da diese optische Mängel aufweisen würden. Von diesem Drittel würde die Hälfte auf die Verschwendung in den Haushalten entfallen. Dies betrage in Deutschland momentan 55 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Lukas Held zeigte diverse Möglichkeit der Vermeidung, aber auch der Verwertung auf. Hierbei seien die Tafeln in Deutschland ein wesentlicher Ansatzpunkt.

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Erstellt:
1. Juni 2019, 12:19 Uhr
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ca. 1min 53sec

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