Schießwaffen und Pulverbüchsen sind nur einige der Objekte, die im Museum Nienburg in der neuen Ausstellung „Gott erbarme es“ zu sehen sind. Lüers-Grulke

Schießwaffen und Pulverbüchsen sind nur einige der Objekte, die im Museum Nienburg in der neuen Ausstellung „Gott erbarme es“ zu sehen sind. Lüers-Grulke

Nienburg 26.10.2018 Von Die Harke

Reges Interesse im Museum

Ausstellung „Gott erbarme es“ zum Dreißigjährigen Krieg eröffnet

Die neue Sonderausstellung im Museum Nienburg anlässlich der 400-jährigen Wiederkehr des Beginns des Dreißigjährigen Krieges hat am Donnerstagabend ihre Pforten für die Öffentlichkeit geöffnet. Mit rund 120 Teilnehmern war die Eröffnungsfeier so gut besucht, dass immer neue Stühle herangetragen werden mussten. Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha freute sich sehr über das rege Interesse. „Wir zeigen große Themen mit regionalem Schwerpunkt, das kommt gut bei den Menschen an, und es ist auch unser Auftrag als Museum für Stadt und Landkreis Nienburg“, sagte sie.

Als Gastrednerin war Dr. Kathrin Höltge vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur angereist. Sie lobte die Arbeit des Museums Nienburg und machte deutlich, dass ein Museum auch immer ein sozialer Ort der Begegnung sei, an dem Wissen und Erkenntnis vermittelt werde.

Die musikalische Begleitung des Abends übernahm das Trommler- und Pfeifercorps, Nienburg. Sie spielten mitreißende Märsche, die in den Ursprüngen in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurückreichen und die Bürgerwehr bei ihrer Verteidigungsaufgabe unterstützen sollten.

Im Mittelpunkt der Sonderausstellung steht das Kriegsgeschehen in und um Nienburg. Neben den Dänen, besetzten auch Truppen der katholischen Liga und ab 1635 die Schweden Nienburg. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs sollte es noch Jahre dauern, bis sich Stadt und Umland erholt hatten. Präsentiert werden z.B. Originalobjekte der Zeit wie Gewehre, Piken und Lanzen. Briefe und zeitgenössische Berichte belegen, wie entbehrungsreich die Kriegsjahre vor allem für die Bevölkerung innerhalb der Stadtmauern Nienburgs waren.

Zur Sonderausstellung werden neben Vorträgen auch privat buchbare Führungen für Schulklassen und Erwachsenengruppen angeboten. Interessenten melden sich im Museum unter (0 50 21) 1 24 61. Außerdem findet am 11. November um 15 Uhr die erste öffentliche Führung statt. Eine Anmeldung dafür ist nicht notwendig, die Teilnahme kostet zwei Euro plus Ausstellungseintritt.

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Erstellt:
26. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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