Landkreis 11.10.2018 Von Die Harke

Regierung wie BUND für Moorerhalt

Flächen für Waldentwicklung stehen nicht fest

72082 meldet sich jetzt das niedersächsiche Landwirtschaftsministerium zu Wort. Nach den Worten von Sprecherin Sabine Hildebrandt stehen die Flächen für die natürliche Waldentwicklung noch gar nicht genau fest. Und die Landesregierung sehe wie der BUND den Bedarf für Erhalt und Entwicklung der Moore – auch im Krähenmoor. „Die vom BUND aufgeführten naturschutzfachlichen Zielkonflikte zwischen natürlicher Waldentwicklung und Erhalt von Mooren sind grundsätzlich zutreffend“, teilt Hildebrandt mit: „Bei der Auswahl der Flächen haben die Landesforsten daher geprüft, ob derartige Zielkonflikte vorliegen. In diesen Fällen wurden die Moore nicht in die Flächenkulisse aufgenommen. Beispiele sind Flächen im Bunkenmoor (Landkreis Nienburg) oder im Hemslinger Moor (Landkreis Rotenburg).“

Das Krähenmoor zählt nach Angaben des Ministeriums zu den bedeutendsten Mooren Niedersachsens. Landesforsten und Landkreis erarbeiten laut Hildebrandt derzeit eine Kooperationsvereinbarung, auf deren Basis das Moor eigentümerübergreifend entwickelt werden soll. „Im Zuge des Gesamtkonzepts sind auch umfassenden Renaturierungen geplant“, teilt die Sprecherin mit.

Es bestehe zwischen den Landesforsten und der Naturschutzverwaltung Einigkeit darin, dass im Krähenmoor zukünftig Flächen vorhanden sein sollten, die zum Erhalt und zur Entwicklung der Moore der dauerhaften Pflege bedürfen und solche, die der natürlichen Entwicklung überlassen werden könnten. Auch besteht nach Hildebrandts Worten Einigkeit über die Größenordnung der Flächen, die Teil der Kulisse für die natürliche Waldentwicklung würden.

„Unklar ist hingegen noch, wo genau diese Flächen innerhalb der Moore liegen werden, da dies erst im Zuge der konkreteren Planungen in den einzelnen Mooren auf Grundlage naturschutzfachlicher Einschätzungen festgelegt werden wird“, sagt Hildebrandt: „Die derzeitige Darstellung im NWE-Info-Portal ist insofern unzutreffend, da sie eine schon feststehende Flächenausformung und -lage suggeriert, obwohl nur die ungefähre Flächengröße feststeht.“ Dass der Flächenbestand derzeit geklärt wird und die Karten den Stand von 2015 zeigen, wird nach Angaben der Sprecherin explizit auf der Startseite des Infoportals erklärt.

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Erstellt:
11. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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