Reinigungskräften droht Rückfall auf Mindestlohn

Reinigungskräften, die nicht in einer Gewerkschaft sind, drohen im neuen Jahr deutliche Lohneinbußen. Davor warnt die IG-BAU Niedersachsen-Mitte. „Nur Gewerkschaftsmitglieder bekommen ein Lohn-Plus“, heißt es von der Gewerkschaft. 280 Reinigungskräften im Kreisgebiet drohe dagegen der Rückfall auf den gesetzlichen Mindestlohn. „Statt 10,30 Euro würden bei ihnen dann lediglich 8,84 Euro pro Stunde auf dem Lohnzettel stehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der IG-Bau: „Einer Vollzeitkraft gehen damit rund 250 Euro im Monat verloren. Bei Glas- und Fassadenreinigern liegt die Lohn-Lücke sogar bei knapp 800 Euro.“

Der Grund: „Das Bundesarbeitsministerium hat die neuen Tariflöhne für die Branche noch nicht für allgemeinverbindlich erklärt“, teilt die Gewerkschaft mit. Der alte Tarifvertrag sei jedoch Ende Dezember ausgelaufen. „Damit gilt das Januar-Lohn-Plus, das die IG-BAU mit den Arbeitgebern ausgehandelt hat, nicht automatisch in allen Betrieben. Nur Gewerkschaftsmitglieder können darauf einen Anspruch erheben“, sagt Bezirksvorsitzende Stephanie Wlodarski. Infos für Beschäftigte gibt es unter Telefon (01 60) 90 60 04 80.