Das Relegations-Rückspiel zur 3. Liga zwischen Verl und Lok Leipzig darf nicht in Verl stattfinden. Foto: Friso Gentsch/dpa

Das Relegations-Rückspiel zur 3. Liga zwischen Verl und Lok Leipzig darf nicht in Verl stattfinden. Foto: Friso Gentsch/dpa

Verl 24.06.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Relegation zur 3. Liga: NRW untersagt Rückspiel in Verl

Der Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh bringt auch den Aufstieg in die 3. Fußball-Liga durcheinander. Leidtragender ist vor allem der westfälische Regionalligist SC Verl, der sein Relegations-Rückspiel gegen Lok Leipzig nicht wie geplant am 30. Juni daheim austragen darf.

Darüber wurde der Club am Dienstagabend von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen informiert. Club-Präsident Raimund Bertels bestätigte der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Bericht der „Neuen Westfälischen“.

„Wir haben alles versucht. Jetzt versuchen wir, eine gemeinsame Lösung zu finden“, sagte Bertels, der auf eine schnelle Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes hofft, wie es nun weitergehen soll. Bertels stehe deswegen im engen Austausch mit dem DFB und Lok Leipzig.

Am Donnerstag soll in Leipzig das Hinspiel (17.00 Uhr) zwischen den Clubs der Regionalligen Nordost und West stattfinden. Trotz des Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh hatte Lok-Trainer Wolfgang Wolf zuvor bereits einen Fan-Ansturm aus Sachsen nach Verl angekündigt. „Ich meine, dass ein paar Hundert Fans von uns mitkommen. Die lassen sich nicht aufhalten“, sagte Wolf am Mittwoch bei „Sport im Osten“ des MDR. „Das ist ein Spektakel und eine einmalige Geschichte. Wir können in die 3. Liga aufsteigen, da wollen viele dabei sein.“

Bertels bezeichnete diese Aussage als „No Go“, hatte aber auch Verständnis für Wolf. „Das gehört zum Fußball dazu. Unter normalen Umständen hätte man das zusammen mit der Polizei einfach abfangen müssen.“

Verl gehört zum Kreis Gütersloh, für den NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag wieder strenge Corona-Einschränkungen verhängt hatte. Das Vereinsgelände des SC Verl liegt rund 15 Kilometer vom Gelände der Schlachthofes des Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbruck entfernt. Dort war es zu dem Ausbruch des Coronavirus gekommen. Inzwischen wurden nach Angaben des Kreises Gütersloh nachweislich mehr als 1500 Tönnies-Beschäftigte infiziert.

© dpa-infocom, dpa:200624-99-546143/5

Bericht der Neuen Westfälischen

Zum Artikel

Erstellt:
24. Juni 2020, 14:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.