Uwe Witte, Walter Eisner, Dirk Dohrmann und Joachim Oltmann beim Ortstermin am Lönsweg. Wasserverband „Am Sandkamp“

Uwe Witte, Walter Eisner, Dirk Dohrmann und Joachim Oltmann beim Ortstermin am Lönsweg. Wasserverband „Am Sandkamp“

Liebenau 12.12.2017 Von Die Harke

Relikte erfordern filigranes Arbeiten

600 Meter Trinkwasserleitung in Liebenau erneuert / Abschluss noch vor Weihnachten

Rechtzeitig vor Weihnachten sollen alle Häuser am Lönsweg in Liebenau an die neue Trinkwasserleitung angeschlossen sein: Seit September ist der Wasserverband „Am Sandkamp“ dabei, auf rund 600 Metern Länge die alte Faserzementleitung durch PE zu ersetzen. „Das war nicht immer ganz einfach“, heißt es in einer Pressemitteilung des Versorgers. Der Austausch ist Teil der seit rund 15 Jahren in Liebenau laufenden Rohrnetz-Rehabilitation. „Die Leitungen stammen hier teilweise aus den 50er-Jahren“, sagt Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Verband. „Es gab immer wieder Störungen. Damit sollte jetzt Schluss sein: Wir werden wohl nicht mehr erleben, dass es mit den neuen PE-Rohren Probleme gibt.“

Ein Leitungsaustausch über 600 Meter Länge sei nicht alltäglich, doch die eigentliche Herausforderung läge buchstäblich im Untergrund, heißt es weiter. Nicht nur, dass die neue Leitung die Haupttrasse zum Werk der Harzwasserwerke und eine Gas-Hochdruckleitung passieren musste: „Alle zehn Meter sind wir auf irgendwelche obskuren Leitungen, Kabel und Rohre gestoßen, die in keiner Karte verzeichnet sind und von denen niemand wusste, was das für Rohre sind“, schildert Uwe Witte, Chef des ausführenden Unternehmens, die Arbeit der vergangenen Wochen.

Oltmann gibt sich gelassen: „Wenn man weiß, was man tut, kann man damit umgehen“, sagt der Ingenieur, „aber man muss natürlich vorsichtig bleiben.“

Vor Ort an der Baustelle hat Liebenaus [DATENBANK=152]Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner[/DATENBANK] eine Vermutung, um was es sich bei den technischen Relikten unter dem Lönsweg handelt: „Das sind sicher Telefonkabel, Klingeldrähte, alte Wasserleitungen und tote Stromkabel von den Anlagen aus dem Dritten Reich, die es hier gab.“

Verbandsseitig gibt es einen Dank für die Anwohner: „Trotz der monatelangen Arbeiten blieben die Leute immer gelassen, freundlich und kooperativ“, lobt Vorsteher Dirk Dohrmann die Liebenauer. „Das ist beileibe nicht überall so.“

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Erstellt:
12. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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