Wolfsburgs Maximilian Arnold (r) und Leipzigs Lukas Klostermann teilten sich mit ihren Teams die Punkte. Foto: Swen Pförtner/dpa

Wolfsburgs Maximilian Arnold (r) und Leipzigs Lukas Klostermann teilten sich mit ihren Teams die Punkte. Foto: Swen Pförtner/dpa

Wolfsburg 07.03.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Remis in Wolfsburg: Nächster Leipziger Rückschlag

So wird man nicht deutscher Meister. Nur eine Woche nach dem Unentschieden gegen Bayer Leverkusen hat der Bayern-Verfolger RB Leipzig auch am Samstag beim VfL Wolfsburg nur 0:0 gespielt.

Die Roten Bullen haben in diesen beiden Spielen aber nicht nur insgesamt vier Punkte verloren, sondern auch vieles von ihrer bisherigen Offensivwucht und Torgefahr. „Uns fehlt im Moment die Kreativität und der Punch“, sagte Sportdirektor Markus Krösche.

Sollte Tabellenführer Bayern München am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) sein Heimspiel gegen den FC Augsburg gewinnen, würde er den Leipzigern in der Bundesliga schon auf fünf Punkte enteilen. Dann wäre der Rückstand auf Platz eins auf einmal größer als das Punktepolster, das die Mannschaft von Julian Nagelsmann schon seit dem 10. Spieltag in den Champions-League-Rängen hält. „Wir müssen nicht von den Bayern reden“, sagte der Trainer in einem Sky-Interview. „Wir müssen schauen, dass wir unsere Leistung stabilisieren. Und wir müssen unter die ersten Vier kommen, das ist unser Ziel. Da brauchen wir jetzt von Platz eins nicht zu sprechen.“

Das große Leipziger Manko an diesem Samstag lässt sich aus zwei statistischen Werten herauslesen. Zeitweise hatte der Champions-League-Teilnehmer vor 27 195 Zuschauern mehr als 60 Prozent Ballbesitz. Heraus kam dabei aber nur eine wirklich dicke Torchance durch den Spanier Angelino in der 37. Minute. Wie dieses Missverhältnis von hinten mitanzusehen war, wurde Peter Gulacsi hinterher gefragt. „Frustrierend“, sagte der ungarische Torwart dazu.

Ein Grund für diese fehlende Torgefahr war, dass die Leipziger ihren besten Stürmer Timo Werner auch mit Blick auf das Champions-League-Achtelfinale am Dienstag gegen Tottenham Hotspur eine Stunde lang auf der Bank ließen. Der 24-jährige Nationalspieler habe wegen seiner Oberschenkelprobleme in den vergangenen zwei Wochen nur eine Trainingseinheit absolviert, sagte Nagelsmann zur Erklärung.

Mit Werner ist RB vorne deutlich besser aufgestellt als ohne Werner, das zeigen nicht nur seine 21 Treffer in dieser Bundesliga-Saison. Bis zum Tottenham-Spiel soll der Torjäger aber wieder fit genug sein. „Ich hoffe, dass wir am Dienstag ein gutes Spiel machen und in der Bundesliga wieder dreifach punkten“, meinte Nagelsmann.

Der 32-jährige Chefcoach hat in vergleichbaren Schwächephasen schon deutlich kritischer reagiert. Drei Tage vor einem Achtelfinale in der Champions League, in dem sich seine Mannschaft einen 1:0-Vorsprung gegen den Vorjahresfinalisten erarbeitet hat, hielt sich Nagelsmann damit aber zurück. „Wenn ich das immer so genau wüsste, wäre ich Hellseher“, antwortete er auf die Frage nach den Ursachen für das schwache Spiel in Wolfsburg. „Gegen Gegner, die tief stehen und gut verteidigen, fehlen uns noch die fußballerischen Momente.“

Für den VfL war das ein Kompliment. Der Europa-League-Teilnehmer blieb auch im achten Pflichtspiel nacheinander ungeschlagen und bestätigte seinen Aufwärtstrend. „Das war eine super Leistung von uns“, sagte Xaver Schlager. „Gegen Leipzig einen Punkt zu holen und dabei selbst die Chance auf den Sieg zu haben: Das ist keine schlechte Partie.“ Diese Chance hatte Schlager in der 89. Minute selbst. „Da hatten wir noch ein bisschen Glück“, sagte Nagelsmann.

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Erstellt:
7. März 2020, 19:35 Uhr
Lesedauer:
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