Remis zwischen Freiburg und Hoffenheim

Remis zwischen Freiburg und Hoffenheim

Das Tor von Andrej Kramaric (l) reichte 1899 Hoffenheim letztlich in Freiburg nicht zum Sieg. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

„Das wird aber noch kommen.“ Aufgrund eines Elfmeter-Gegentreffers in der 81. Minute haben die Kraichgauer am Samstag einen vorentscheidenden Schritt zum Klassenerhalt verpasst. Mit der Leistung seines Teams sei er „sehr zufrieden“ gewesen, sagte Hoeneß, mit dem Ergebnis „nicht ganz“.

Angreifer Andrej Kramaric hatte in der 40. Minute per Kopf für die TSG getroffen und mit seinem 17. Saisontor seine bisherige Bestmarke aus der Spielzeit 2018/2019 eingestellt. Neun Minuten vor dem Ende traf der Ex-Hoffenheimer Vincenzo Grifo bei seinem ersten Einsatz nach seiner Corona-Infektion per Strafstoß aber noch zum Ausgleich. Zudem verloren die Gäste ihre Innenverteidiger Stefan Posch und Chris Richards, die im Laufe der Partie beide verletzt raus mussten.

Die Elfmeter-Entscheidung habe „ein bisschen einen Beigeschmack“, sagte Hoeneß. „Wir hätten vorher aber auch besser verteidigen müssen“. Der eingewechselte Kevin Vogt hatte Freiburgs Ermedin Demirovic im Hoffenheimer Strafraum am Fuß getroffen, Schiedsrichter Manuel Gräfe die Szene am Bildschirm überprüft und dann auf den Punkt gezeigt. Es war eine knifflige Szene in einer heißen Schlussphase.

In der Tabelle der Fußball-Bundesliga liegen die Hoffenheimer bei noch drei verbleibenden Partien damit nun sieben Punkte vor dem 1. FC Köln auf Relegationsplatz 16. Der Tabellenvorletzte Hertha BSC hat sogar schon zehn Zähler Rückstand auf die TSG - nach seiner Corona-Quarantäne allerdings noch drei Spiele mehr zu bestreiten. Für Freiburg bleibt zumindest eine Minimalchance auf Europa bestehen.

Nach einer mäßigen Anfangsphase, in der es auf beiden Seiten oft an der letzten Präzision fehlte, erarbeiteten sich die Hoffenheimer Mitte der ersten Halbzeit plötzlich Chancen im Minutentakt. Robert Skov knallte den Ball ansatzlos aus rund 20 Metern an die Latte (24.), Florian Grillitsch schoss freistehend Gegenspieler Philipp Lienhart an (30.) und Kramaric scheiterte aus spitzem Winkel an Freiburgs Torwart Florian Müller (31.). Fünf Minuten vor der Pause traf der Kroate dann aber nach feiner Vorarbeit von Ihlas Bebou.

Von Freiburg kam vor den Augen von U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz und DFB-Präsident Fritz Keller offensiv indes lange so gut wie nichts. Erst nach der Pause wurde es im Strafraum der Gäste richtig gefährlich. Bei seinem Lattentreffer in der 53. Minute stand Freiburgs Lucas Höler allerdings knapp im Abseits. Sechs Minuten später köpfte der emsige Sargis Adamyan auf der Gegenseite ganz knapp rechts vorbei, wiederum zehn Minuten später verzog Kramaric deutlich.

In der Schlussphase drehten die Freiburger nochmal auf. Zunächst parierte Baumann stark gegen Demirovic (69.), dann gab es Elfmeter - und Grifo jagte den Ball in den linken Winkel. Es war das erste Rückrunden-Tor für den italienischen Nationalspieler, der sich Anfang April mit dem Coronavirus infiziert hatte und nun ein gelungenes Comeback feierte. „Ich freue mich total“, sagte SC-Trainer Christian Streich über den 28-Jährigen. „Das hat er sich verdient.“

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