Deutlich über 2000 Besucher feierten das Comeback des "Rendezvous am Wall" mit Hits made in Sweden. Fotos: Schwiersch

Deutlich über 2000 Besucher feierten das Comeback des "Rendezvous am Wall" mit Hits made in Sweden. Fotos: Schwiersch

Nienburg 06.08.2022 Von Stefan Schwiersch

Rendezvous am Wall

„Rendezvous“ begeistert mit Abba-Hits: „Das ultimative Superevent!“

„Thank you for the music“: Einer der größten Hits von Abba ließ sich am Samstag vortrefflich nutzen als Fazit des „Rendezvous am Wall“. Dabei blieb das Jubiläum des beliebten Musikevents, das abermals über 2000 Fans in die Nienburger Wallanlagen lockte, fast unbemerkt.

Jubiläum? Kein Jubiläum? Die Frage, ob das „Rendezvous am Wall“ bei seinem Comeback nach Corona-Tristesse noch einen weiteren Feiergrund offenbare, ließ sich am Samstag auch so beantworten: Zweifach-Jubiläum!

Karte

Vor genau 25 Jahren feierte der Publikumsmagnet in den Nienburger Wallanlagen, erst auf dem Stahn-Wall nahe des „Max“, seit 1999 auf dem Aue-Wall, seine Feuertaufe, US-Entertainer Ron Williams war damals der erste Gaststar. Nicola Rohloff-Schindler von der Sparkasse, die das Musikevent von der ersten Stunde an gemeinsam mit HARKE-Mann Jürgen Folk verantwortet, machte eine andere Rechnung auf: „Aufgrund der beiden Corona-Ausfälle haben wir heute die 24. Auflage.“ Bedeutet: Sie möchte erst 2023 richtig Jubiläum feiern, dann hoffentlich wieder an der Seite von Jürgen Folk, der am Samstag krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste.

Zum Feiern zumute war derweil einer riesigen Partygemeinde, die die Marke von 2000 Besuchern locker übersprang. Regelrechtes Altstadtfest-Feeling entwickelte sich vor der großen Bühne am Aue-Wall.

„A33A-Fever“ brachten die weit über 2000 „Rendezvous“-Besucher in Bewegung.

„A33A-Fever“ brachten die weit über 2000 „Rendezvous“-Besucher in Bewegung.

Wer einen der beliebten Biertischplätze erobern wollte, musste zeitig und idealerweise deutlich vor dem Auftritt von Supporting Act Jens Sommerfeld und Stella Rodenbusch anreisen. Nienburg und umzu schien regelrecht zu dürsten nach Gemeinschaftserlebnis, nach Geselligkeit im großen Rahmen, nach eingängiger Unterhaltung, nach Schunkelstimmung. Und welche Musikrichtung hätte das musikalisch durchaus diverse Publikum besser vereinen können als Pop made in Sweden?

„A33A-Fever“ wurde ihrem Ruf als eine der besten Abba-Coverbands vom ersten Stück („Waterloo“) an gerecht. Die gewöhnungsbedürftige Version des Bandnamens hat, man ahnt es, rechtliche Gründe, „plötzlich waren wir zu nah am Original“, erklärt die siebenköpfige Combo auf ihrer Website.

Tolle Kulisse: Abba-Mania am Aue-Wall.

Tolle Kulisse: Abba-Mania am Aue-Wall.

Zweieinhalb Stunden lang schmetterten die Hamburger einen Abba-Hit nach dem anderen durch die Boxen, bereits nach dem zweiten Song legten die ersten Gäste ihre Zurückhaltung ab und tanzten vor der Bühne. Schon bald entwickelte ich der Aue-Wall zur waschechten Disco-Location in knallbunten Farben. Dem konnten sich auch jene kaum entziehen, die mit glattem Schweden-Pop eigentlich weniger am Hut haben. „Ich war musikalisch immer mehr auf der Zappa-Seite, also eher Richtung Rock“, erzählte der Nienburger Ole Bonas. „Aber hier ertappe ich mich, wie ich mit den Füßen wippe.“

Rendezvous am Wall

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

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Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

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Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Supporting Act: Stella Rodenbusch und Jens Sommerfeld.
Supporting Act: Stella Rodenbusch und Jens Sommerfeld.

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".
Rendezvous am Wall: Über 2000 Besucher feiern mit "A33A Fever".

© Schwiersch

„A33A Fever“ um die Frontfrauen Anja Bublitz (alias Agnetha) und Caroline Leuzinger (alias Anni-Frid) hatten mit der Endlos-Palette der Abba-Hits freilich leichtes Spiel, boten dennoch perfekte Unterhaltung mit toller gesanglicher Interpretation, mit farbenfrohen Kostümen und einem charmanten Spiel mit dem Publikum samt des Einsatzes von Leucht-Sticks, die zart an die optischen Zaubereien von Cold-Play-Konzerten erinnerten.

Weitere Stimmen zum „Rendezvous am Wall“ 2022:

„Etwas gemeinsam unternehmen und die Musik von Abba – heute war beides gleich wichtig, das war ene tolle Kombination. Es war das ultimative Superevent! Zu dieser Musik hat natürlich jeder einen Draht. Wir sind total begeistert, haben Partylaune hoch drei.“

Carola Hespos, Stolzenau

„Ich bin Abba-Fan und in erster Linie wegen der Musik hier. Das war eine super Coverband.“

Brigitte Wilde-Curtis

„Ich wurde gezwungen, hierher zu kommen. Aber die Musik war schon super, obwohl ich eigentlich auf eine andere Richtung stehe.“

Kerstin Jastrow, Nienburg

Waren begeistert: Kerstin Jastrow, Brigitte Wilde-Curtis und Carola Hespos (von links).

Waren begeistert: Kerstin Jastrow, Brigitte Wilde-Curtis und Carola Hespos (von links).

„Ich hätte mir hier heute auch Neil Diamond oder Alexandra mit „Zigeunerjunge“ angehört – es geht um die Menschen, die hier sind. Ein richtig geiles Event mit geiler Stimmung.“

Frank Mainka, Nienburg

„Das Event und die Musik, das ist einfach eine gute Mischung.“

Torsten Höfer, Nienburg

Bestens gelaunt: Torsten Höfer, Frank Mainka und Ole Bonas (von links).

Bestens gelaunt: Torsten Höfer, Frank Mainka und Ole Bonas (von links).

Ebenfalls interessant: Die Geschichte des „Rendezvous am Wall“.

Erste Version von Samstag, 23 Uhr:

„Thank you for the music“: Einer der größten Hits von Abba ließ sich am Samstag vortrefflich nutzen als Fazit des „Rendezvous am Wall“. Dabei blieb das Jubiläum des beliebten Musikevents, das abermals über 2000 Fans in die Nienburger Wallanlagen lockte, fast unbemerkt.

Die lange Corona-Zwangspause hat ganz offenbar das Zeitgefühl der „Rendezvous“-Macher sanft getrübt. Denn in näherer Form kommuniziert wurde das besondere Ereignis am Aue-Wall nicht. Dabei feierte das „Rendezvous am Wall mit dem Hauptact „A33A Fever“ und dem Supporting Act Jens Sommerfeld mit Stella Rodenbusch tatsächlich Jubiläum: 1997, also vor 25 Jahren, veranstalten DIE HARKE und die Nienburger Sparkasse erstmals das Musikereignis nahe der Innenstadt; in den beiden ersten Jahren zunächst noch auf dem Stahn-Wall nahe des Maximilians, seit 1999 am Aue-Wall.

Schon weit vor den ersten Klängen pilgerten Musikfans nicht nur aus Nienburg Richtung Wall, schnell waren die besten Biertisch-Plätze belegt. Routinierte Rendezvous-Gänger wissen sich indes zu helfen, viele hatten Decken dabei, genossen den lauschigen Sommerabend aus der Froschperspektive.

Lokalmatador Jens Sommerfeld, rustikal mit Sonnenbrille und Lederweste, hatte nicht nur ein umfangreiches musikalisches Repertoire aus Jazzmusik, Swing, Pop und Latin mitgebracht, sondern auch Sängerin Stella Rodenbusch. Gut gelaunt stimmte das Duo die schon bald vierstellige Besucherschar ein auf den Topact des Abends.

Deutlich über 2000 Menschen von acht bis 80 Jahren füllten schließlich den Wall, bildeten eine tolle Kulisse, tanzten vor der Bühne, schunkelten in der Masse oder klönten am Bierwagen, während „A33A-Fever“ alle, wirklich alle Hits ihrer schwedischen Vorbilder sensationell intonierten.

Ein ausführlicher Bericht mit Stimmen der Besucher und Bildergalerie folgt!

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Erstellt:
6. August 2022, 23:50 Uhr
Aktualisiert:
7. August 2022, 10:33 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 33sec

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