Die neuen Audis für die DTM-Saison. Ganz vorne das Auto vom amtierenden Steyerberger DTM-Champion René Rast in rot-weiß und der gewohnten Startnummer 33. Foto: Audimedia

Die neuen Audis für die DTM-Saison. Ganz vorne das Auto vom amtierenden Steyerberger DTM-Champion René Rast in rot-weiß und der gewohnten Startnummer 33. Foto: Audimedia

Ingolstadt 19.03.2020 Von Die Harke

René Rast bleibt rot-weiß

Motorsport: Audi stellt die DTM-Boliden für die neue Saison vor, die bis zu 300 km/h schnell werden

Im Jahr 2019 war der Audi RS 5 DTM das Auto, das es in der DTM zu schlagen galt. Für das Projekt „Titelverteidigung“ wurde das Meisterauto in Details optimiert. Gleichzeitig spendierte das Design-Team den sechs werkseitig eingesetzten Modellen eine frische Optik. Zuerst stellte Audi den RS 5 DTM vom Steyerberger René Rast in den sozialen Netzwerken vor. Nach dem Titelverteidiger folgt nun das Design der anderen fünf Fahrzeuge, die 2020 von Loic Duval, Robin Frijns, Jamie Green , Nico Müller und Mike Rockenfeller pilotiert werden.

René Rast wird beim Projekt Titelverteidigung in diesem Jahr wieder in rot-weiß fahren. Mike Rockenfeller, DTM-Champion des Jahres 2013, fährt im blau-gelben Outfit. Loic Duval pilotiert einen rot-grauen Audi. Umgewöhnen müssen sich die Fans von Jamie Green: Der dienstälteste DTM-Pilot im gesamten Starterfeld fährt in dieser Saison in schwarz-grauen Farben. Gewohntes Bild dagegen bei Nico Müller und Robin Frijns, die weiterhin in den Farben grün-weiß und blau an den Start gehen.

Das RS5 Coupé geht mit Detailveränderungen an den Start

Seit dem Jahr 2013 setzt Audi Sport in der DTM auf das RS 5 Coupé. Das Meisterauto der vergangenen Saison geht 2020 entsprechend den neuen Regeln mit einigen Detailveränderungen an den Start, die darauf zielen, die Meisterschaft noch spannender und kosteneffizienter zu machen.

Grundsätzliche technische Änderungen sind nach dem 2019 für die DTM eingeführten, auf Chancengleichheit und Kosteneffizienz ausgelegten Class-1-Reglement nicht vorgesehen. Deshalb entspricht der RS 5 des Modelljahres 2020 von der Basis her dem Meisterauto vom 2019. Mit dem Class-1-Reglement, das ab 2020 auch Basis für die japanische Super-GT-Meisterschaft ist, hat die DTM im vergangenen Jahr technisch eine neue Ära begonnen.

„Push-to-Pass“ doppelt so oft einsetzbar

Durch die Einführung der Turbotechnologie hat die DTM nicht nur einen verstärkten Bezug zur Serie erhalten. Der TFSI-Motor des Audi Modelljahrs 2020 verfügt über eine gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent reduzierte Motorleistung. Hintergrund: Die DTM hat für die kommende Saison die Menge des Kraftstoffs, die pro Stunde zum Triebwerk fließen darf, von 95 Kilogramm auf 90 Kilogramm gesenkt. Mittels „Push-to-Pass“-Funktion kann die Motorleistung wie schon 2019 kurzfristig auf rund 640 PS gesteigert werden. Das soll die Rennen noch spannender machen.

Deshalb können die Piloten ab der Saison 2020 das „Push-to-Pass“-System per Knopfdruck – zum Beispiel für Überholvorgänge – im Rennen auch doppelt so oft einsetzen wie bisher. Bei 24 Rennrunden (bisher zwölf) darf für bis zu fünf Sekunden jeweils die Mehrleistung zugeschaltet werden. Außerdem ist „Push-to-Pass“ ab der Saison 2020 auch im Qualifying erlaubt. Diese neue Qualifikationsregel gilt ebenfalls für den Einsatz der DRS-Funktion („Drag Reduction System“), mit dem der Heckflügel flachgestellt, der Luftwiderstand des Autos reduziert und die Höchstgeschwindigkeit erhöht wird. Im Rennen darf das DRS ab 2020 öfter als bisher eingesetzt werden. Mit dem kombinierten Einsatz von „DRS“ und „Push-to-Pass“ erreicht der RS 5 je nach Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 300 km/h.

Erfolg eindrucksvoll untermauert

Im ersten Jahr der neuen Class-1-Rennwagen hat Audi seine führende Position im Bereich hocheffizienter Turbomotoren mit Erfolgen auf der Rennstrecke eindrucksvoll untermauert. Schon vorzeitig sicherte sich Audi 2019 alle drei Titel in der Fahrer-, Hersteller- und Teammeisterschaft. In den spektakulären Class-1-Rennwagen der DTM kommen hocheffiziente Vierzylinder-Turbomotoren mit zwei Liter Hubraum zum Einsatz.

Diese Antriebsart ist bei Audi in vielen Serienmodellen und Leistungsstufen weltweit im Einsatz und eine Säule zur Effizienzsteigerung und Reduzierung der Flottenemissionen. „Audi wird auf absehbare Zeit mehr Autos mit Verbrennungsmotoren verkaufen als mit Elektroantrieb“, sagt Motorsportchef Dieter Gass. „Deshalb macht eine Rennserie mit modernen, effizienten Verbrennungsmotoren parallel zu unserem Engagement in der Elektrorennserie Formel E Sinn.“

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Erstellt:
19. März 2020, 18:10 Uhr
Lesedauer:
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