Der Steyerberger René Rast verpasste in seinem Audi e-tron FE07 am Freitagabend nur knapp das Podium. Am Samstagabend möchte der 34-Jährige im zweiten Nachtrennen in Saudi-Arabien erneut um die ersten drei Plätze fahren. Foto: Audi Media

Der Steyerberger René Rast verpasste in seinem Audi e-tron FE07 am Freitagabend nur knapp das Podium. Am Samstagabend möchte der 34-Jährige im zweiten Nachtrennen in Saudi-Arabien erneut um die ersten drei Plätze fahren. Foto: Audi Media

Steyerberg, Diriyah 26.02.2021 Von Die Harke

René Rast kämpft beim Saisonstart der Formel E um den Sieg

Motorsport: Zwei Safety-Car-Phasen machen dem Steyerberger einen Strich durch die Rechnung

Starkes Debüt des Audi e-tron FE07 in der ABB-FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft: Beim Saisonstart in Diriyah (Saudi-Arabien) verpasste der Steyerberger René Rast vom Team Audi Sport ABT Schaeffler auf Platz vier das Podium nur um zwei Zehntelsekunden. Teamkollege Lucas di Grassi machte im ersten Nachtrennen in der Geschichte der Elektro-Rennserie sieben Positionen gut und holte als Neunter ebenfalls WM-Punkte.

Rast deutete am Freitag bereits im Qualifying an, dass er in seiner ersten vollen Formel-E-Saison um Siege kämpfen möchte: Der 34-Jährige qualifizierte sich für die „Super Pole“ der schnellsten sechs Fahrer und sicherte sich Startplatz drei. Im Rennen überholte der dreimalige DTM-Champion in Runde elf außen herum den Porsche von Pascal Wehrlein und setzte anschließend den Führenden Nyck de Vries im Mercedes-Benz unter Druck. Zwei Safety-Car-Phasen machten Rast jedoch einen Strich durch die Rechnung: Am Ende hatten jene Fahrer einen Vorteil, die beim Einsatz der „Attack Modes“ das glücklichste Händchen hatten.

„Am Ende war es leider ‚nur‘ Platz vier“, sagte der Steyerberger. „Wenn mir vor diesem Wochenende jemand gesagt hätte, ich werde Vierter, hätte ich das unterschrieben. Aber von Startplatz drei war mehr drin. Wir waren schneller und hatten mehr Energie als der Führende Nyck de Vries. Ich denke, ich hätte ihn überholen können. Doch dann kamen die Safety-Cars. Ich konnte meine beiden Attack Modes nicht nutzen. Dass ich am Ende mehr Energie hatte, hat mir nicht geholfen, da alle Vollgas fahren konnten. Es lief heute also einiges gegen uns, aber trotzdem können wir mit Platz vier zufrieden sein.“

Lucas di Grassi musste als Gesamtsechster der Vorsaison in der ungünstigen ersten Qualifying-Gruppe auf Zeitenjagd gehen. „Das war erwartungsgemäß ein sehr großer Nachteil, weil die Strecke immer schneller wurde“, sagte der Brasilianer. Als drittschnellster der ersten Gruppe musste sich di Grassi mit Startplatz 16 begnügen. Im Rennen zeigte der Formel-E-Champion des Jahres 2017 eine seiner berühmten Aufholjagden, die ihn noch auf Platz neun und damit in die Punkteränge brachte. „Es war ein ziemlich starkes Rennen und das Auto fühlt sich dieses Jahr richtig gut an.“

„Für uns ist das definitiv ein gutes Ergebnis“, sagte Teamchef Allan McNish nach dem Saisonauftakt. „René ist ein richtig starkes Rennen gefahren und hat um die Führung gekämpft. Leider kamen die Safety-Cars für ihn zum falschen Zeitpunkt. Doch René hat gezeigt, wie stark er und auch unser Auto ist. Auch Lucas ist mit einer entschlossenen und fehlerfreien Leistung von Startplatz 16 weit nach vorn gefahren.“

Am Samstagabend steht in Diriyah bereits das zweite Saisonrennen der Formel E auf dem Programm – das erste, das in Deutschland, Österreich und der Schweiz live auf SAT.1 übertragen wird. Alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.

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Erstellt:
26. Februar 2021, 22:42 Uhr
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