DIE HARKE am Sonntag war dabei, als Hartmut Westermann, Vorsitzender der IG, Urkunde und Eintrittserklärung mit dem pensionierten Landwirt Karl-Heinz Rengstorf austauschte.  Achtermann

DIE HARKE am Sonntag war dabei, als Hartmut Westermann, Vorsitzender der IG, Urkunde und Eintrittserklärung mit dem pensionierten Landwirt Karl-Heinz Rengstorf austauschte. Achtermann

Magelsen/Oiste 21.04.2018 Von Horst Achtermann

Rengstorf 35. „Ole Schüün“-Mitglied

Pensionierter Landwirt sammelt Oldtimer-Trecker und tuckert mit seinem Eicher 330 demnächst in die Elbtalaue

Magelsen/Oiste. Karl-Heinz Rengstorf ist in der Oldtimer-Szene der Schlepper- und Treckerfreunde wahrlich kein Unbekannter und deswegen auch bei den Veranstaltungen der Interessengemeinschaft (IG) „De Ole Schüün“ in Magelsen immer willkommen. Daher haben die Männer der IG „Ole Schüün“ Karl-Heinz Rengstorf mit Datum vom 11. April 2018 als 35. Mitglied aufgenommen. DIE HARKE am Sonntag war dabei, als Hartmut Westermann, Vorsitzender der IG, Urkunde und Eintrittserklärung mit dem pensionierten Landwirt vor Ort in Oiste, einem Ort in unmittelbarer Nähe von Magelsen, austauschte.

Seine gesammelten Schlepper sind Einzelstücke. „Da muss man heute schon mal eben 15 000 Euro auf den Tisch legen“, so Rengstorf augenzwinkernd, „eine Kapitalanlage mit Spaßfaktor“. In seiner großen Halle steht gleich vorne der graue Eichler ED 110/8 Baujahr 1958. Ausgerüstet mit einem Langhubmotor und 19 PS, verbraucht 1,5 Liter Diesel in der Stunde. Mit einer Geschwindigkeit von 18 km/h tuckert Karl-Heinz Rengstorf nach Magelsen, so ist er auch am 10. Mai (Himmelfahrt) bei der großen Trecker-Rundfahrt in der Gemeinde Hilgermissen dabei.

Als Anhänger wird eine Original „Wilhelmsburger Kutsche“ gezogen, die um 1920 von Pferden bewegt wurde. „Seit 1960 in seiner Schleppersammlung, alles geschmiedet, nichts Geschweißtes“. „Een Melkwogen ut de Tiet, as de Melk noch een önnichen Pries harr“, steht auf der Rückseite der Kutsche.

Rengstorf zeigt immer wieder, dass er gern im Internet unterwegs ist. So hat er einen Eicher-Zickler Schmalspurschlepper auf diesem Weg entdeckt und ersteigert, günstig, weil er nicht auf Anhieb verkauft wurde. Vom Eicher-Händler Zickler in Frankenweiler für den Weinanbau entwickelt. „Ich habe mir einen Grubber und einen Pflug anfertigen lassen und hole damit Kartoffeln aus der Erde“. Rengstorf hat sich in das Leben seiner Schlepper eingearbeitet und bringt mit seinem Handwerkszeug vieles wieder an jedem Schlepper in Ordnung. „Ich weiß auch, wo es noch Ersatzteile gibt“.

Eine ganz besondere Arbeitshilfe ist der kleine, aber besonders wendige Stallschlepper aus dem Hause Eicher. Damit wurde in den 1970er Jahren der Mist aus den Ställen durch Federkraft auf den Misthaufen geschleudert. „Mistkanone“ hieß der kleine Schlepper im Volksmund.

Der 68jährige Landwirt zeigt die Kraft dieses Stallschleppers, in dem er einen Sack mit Heu acht Meter weit durch die Luft fliegen läßt. Ein besonderer Schatz ist der mit 25 PS ausgestattete Eicher 330, „mein Urlaubs-Cabrio“, so nennt Karl-Heinz Rengstorf seinen Eicher mit Kofferanhänger. Sobald das Wetter beständig ist, fahre ich damit eine Woche in die Niedersächsische Elbtalaue.

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Erstellt:
21. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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