„Rheingold“ auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin

„Rheingold“ auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin

«Das Rheingold» hat auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin stattgefunden. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Auf dem Parkdeck des Opernhauses spielte das Ensemble die erste der vier Opern des „Ring des Nibelungen“. Ursprünglich war für diesen Abend die „Rheingold“-Premiere im großen Saal in der Regie des Norwegers Stefan Herheim geplant, die wegen der Corona-Einschränkungen auf kommendes Jahr verschobenen wurde.

Unter Einhaltung der Abstandsregeln kamen rund 200 Zuschauer auf den Parkplatz des Opernhauses. Jeweils zwei Zuhörer konnten nebeneinander sitzen, an den Seiten schlossen sich jeweils drei unbesetzte und verhüllte Stühle an. Bis zum Erreichen ihrer Plätze, mussten die Zuschauer Mundschutz tragen.

„Wir spielen heute zum ersten Mal wieder analog“, sagte Intendant Dietmar Schwarz. Wie andere Opern- und Konzerthäuser auch, hatte die Deutsche Oper in den vergangenen Monaten ausschließlich ein Online-Programm geboten.

Für die ungewöhnliche Premiere hatte sich die Deutsche Oper eine auf knapp zwei Stunden abgespeckte „Rheingold“-Fassung ausgesucht, eine Bearbeitung des britischen Komponisten Jonathan Dove und des Regisseurs Graham Vick. Die Version kommt mit rund 20 - statt der üblichen mehr als 80 - Orchestermusikern aus, zwölf - statt wie im Original 14 - Sänger streiten um das Gold aus dem Rhein. Die Einstudierung der Oper binnen weniger Tage sei „ein Kraftakt“ gewesen, sagte Generalmusikdirektor Donald Runnicles.

Regisseur Neil Barry Moss lässt die germanischen Götter in ihrem Kampf um Gold und Macht als Teil einer Theaterkompanie auftreten. Besonders gefeiert wurden die Rheintöchter (Elena Tsallagova, Irene Roberts und Karls Tucker) sowie Philipp Jekal als Alberich, Derek Welton in der Partie des Wotan und Annika Schlicht als Fricka.

Deutsche Oper Berlin