Wer kennt den Husky "Rio"? Foto: Stecklein

Wer kennt den Husky "Rio"? Foto: Stecklein

Schessinghausen 08.02.2020 Von Kristina Stecklein

„Rio“ blüht langsam auf

„Tier gewinnt“: Husky sucht rechtmäßigen Besitzer

Braune Kulleraugen, ein aufgeregtes Japsen: Husky „Rio Reise“ blüht im Schessinghäuser Tierheim derzeit richtig auf. Das war allerdings nicht immer so. „Rio“ ist ein Fundhund, der bei seiner Ankunft Mitte Januar 2020 im Tierheim extreme Schmerzen und Wunden hatte.

Deshalb suchen wir zunächst mittels „Tier gewinnt“ nach dem rechtmäßigen Besitzer oder zumindest einem anonymen Hinweisgeber. Gefunden worden ist „Rio“ am Heye-See in Husum. Dort war er mehreren Menschen aufgefallen, ehe er nach Schessinghausen kam.

Bis heute habe sich nach Angaben des Tierheims aber kein Besitzer gemeldet. Auch Hinweise seien bislang keine eingegangen. Dabei ist aufgrund der tierärztlichen Untersuchungen sicher, dass Husky „Rio“ alte Verletzungen hatte, die gewissermaßen „eigenmächtig“ äußerlich abgeheilt sind. Der Genitalbereich war aufgeschlitzt, vermutlich durch einen Stacheldraht. Auch die Vorhaut war abgerissen und der Hodensack gespalten, so die Mitarbeiter des Tierheims.

Neben einem Geschwür und diversen Verletzungen im Genitalbereich musste ein Tumor an der linken Seite des Rüpden entfernt werden. Foto: Tierheim Schessinghausen

Neben einem Geschwür und diversen Verletzungen im Genitalbereich musste ein Tumor an der linken Seite des Rüpden entfernt werden. Foto: Tierheim Schessinghausen

Doch dabei blieb es nicht: Ein großes Geschwür direkt am Hinterteil und ein Tumor an der linken Seite erschwerten „Rios“ Leben und trieben die Operationskosten erneut in die Höhe. Am vergangenen Samstag riss nun zusätzlich eine frische Narbe, die genäht werden musste.

Nach all den Strapazen scheint es nun „Rio“ aber sichtlich besser zu gehen. Die Mitarbeiter schätzen den fröhlichen Husky auf ein mittleres Alter. Trotz der vielen Verletzungen gab es auch positive Nachrichten seitens des Tierarztes: So seien die Röntgenbilder als auch das Blutbild ohne großen Befund ausgefallen.

„Leider konnten wir keinerlei Markierung an dem Hund feststellen, auch keinen Chip. Ein Halsband hatte er ebenfalls nicht“, wissen die Zuständigen aus dem Schessinghäuser Tierheim. Wer leider nicht mit Hinweisen, dafür aber finanziell helfen möchte, kann an das Tierheim spenden.

„Wer helfen und spenden mag und Rio eine Freude machen möchte, sehr gerne“, sagt Jessica Krallmann, Tierschutzvereins-Vorsitzende. Sicher ist: Die Operationen werden finanziell wieder einen großen ungeplanten Posten eingenommen haben.

Telefonisch ist das Tierheim Schessinghausen unter der Nummer (0 50 27) 7 24 zu erreichen. Die Öffnungszeiten des Tierheims sind dienstags, donnerstags, freitags und sonntags von 14 bis 16 Uhr.

Vermittelte Tiere 2020 in Schessinghausen:

Immer wieder schön zu sehen ist es, wenn sich Arbeit auszeichnet. So ist es auch im Jahr 2019 beim Tierheim Schessinghausen gewesen: Insgesamt 25 „Tier gewinnt“-Folgen hat DIE HARKE dort gedreht und sage und schreibe 22 Tiere oder Grüppchen sind erfolgreich vermittelt worden. Ob die Chinchillas „Benny und Björn“, Hund „Chip“ oder das herzliche Katzenpärchen „Patty und Goliath“ – sie alle haben ein neues Zuhause gefunden.

Weiterhin zu haben ist beispielsweise das Katzentrio mit einer blinden Katzendame aus Münchehagen (Folge Nummer 156) oder die Kater Ad und Fritzchen (Folge 146).

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Erstellt:
8. Februar 2020, 15:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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