Diese Regelungen gelten ab Montag in Schulen in Niedersachsen. Foto: Kultusministerium

Diese Regelungen gelten ab Montag in Schulen in Niedersachsen. Foto: Kultusministerium

Landkreis 30.10.2020 Von Sebastian Schwake

Risikogebiet Nienburg: Was auf Schüler jetzt zukommt

Schüler ab Klasse 5 aus dem Landkreis müssen ab Montag im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen

Die Schüler der weiterführenden Schulen aus dem Landkreis Nienburg müssen sich von Montag an auf das Tragen eines Mund-Nasenschutzes im Unterricht einstellen.

Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes sei verpflichtend für Schüler aus den weiterführenden Schulen, also für Schüler ab Klasse 5. Die Grundschulen sind von dieser Regel nicht betroffen. Das geht aus einem Brief von Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) an die Eltern von Schülern hervor.

„Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht ist zukünftig im Sek-I- und Sek-II-Bereich auch immer dann verpflichtend, wenn an der Schule eine Infektionsschutzmaßnahme vom Gesundheitsamt angeordnet wurde. Dies gilt dann für die Dauer dieser Maßnahme – in der Regel 14 Tage – für die gesamte Schule“, erläutert der aus Leese kommende Politiker weiter.

Weiterhin werde in der neuen Verordnung, die ab dem 2. November gelten soll, geregelt sein, ab wann Schulen in das Szenario B (Unterricht im Wechselmodell) wechseln. „Auch hier haben wir eine klare Regelung gefunden, die Transparenz und Handlungssicherheit gewährleistet“, sagt Tonne.

Ab einer Inzidenz von 100 wechseln alle Schulen, die von einer Infektionsschutzmaßnahme betroffen sind, für die Dauer dieser, zumeist 14 Tage, in das Szenario B. In diesem Szenario B könne dann wieder jederzeit das Abstandsgebot eingehalten werden, und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht sei nicht länger erforderlich.

„Ich möchte hier noch einmal deutlich betonen, dass das von einigen ,herbeigewünschte’ Szenario B große Einschränkungen für Bildung und Betreuung mit sich bringt. Auch ein noch so guter Distanzunterricht ersetzt nun einmal nicht die direkte Kommunikation der Schülerinnen und Schüler untereinander sowie mit Lehrkräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Schule“, führt Tonne weiter aus.

Zusätzlich zu den in der Landesverordnung geregelten Maßnahmen haben die örtlichen Gesundheitsämter die Möglichkeit, weitergehende Anordnungen zum Infektionsschutz zu treffen und damit auf die besondere Situation vor Ort einzugehen.

Diese lokalen und regionalen Maßnahmen können zum Beispiel den Sportunterricht, schulische Veranstaltungen, Schulfahrten oder außerschulische Angebote wie den Ganztagsbetrieb betreffen. Auch die Ausweitung der Maskenpflicht bei einer Inzidenz von unter 50 oder der vorzeitige Wechsel ins Szenario B im Einzelfall liegen im Ermessen des örtlichen Gesundheitsamtes, so der Kultusminister.

„Auf uns alle kommen schwierige Wochen zu, das wird wohl niemand bestreiten wollen. Wir werden diese herausfordernde Situation aber nur mit gemeinsamer Anstrengung bewältigen, dabei ist jeder und jede Einzelne gefragt“, sagt Tonne.

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Erstellt:
30. Oktober 2020, 17:18 Uhr
Lesedauer:
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