Roboter treten online gegeneinander an

Roboter treten online gegeneinander an

Virtuelle Eröffnung des Wettbewerbs mit Teilnehmenden, Schiedsrichtern und Juroren. Foto: Möller

Forschung und Roboterprogrammierung standen wieder im Zentrum des Tuns am Gymnasium Stolzenau – trotz Corona: Die Schule richtete den Regionalentscheid der „First Lego League“ virtuell aus.

Die Ausrichtung der ersten Runde der FLL ist zur Routine geworden, denn immerhin war dies schon der fünfteWettbewerb, den die Schule gestemmt hat. „Jedes Jahr hält seine Überraschungen bereit, in diesem Jahr war es insbesondere die virtuelle Wettkampfumgebung, die Nerven gekostet hat“, so stellvertretender Schulleiter Christian Möller, der die Gesamtverantwortung für die Ausrichtung innehat.

Der von Lego extra für die virtuelle Durchführung programmierte „Remote-Event-Hub“, von allen meist nur „REH“ genannt, sei gewissermaßen noch im Embryo-Stadium. Das habe für eine Reihe von Fehlern gesorgt, von denen einer unmittelbar vor Wettbewerbsbeginn behoben werden musste. „Das war der einzige Moment, in dem ich froh war, in diesem Jahr pandemiebedingt weniger Teams am Start zu haben“, so Möller.

Waren in der vergangenen Saison noch 20 Teams in Stolzenau am Start (live und vor Ort), so hatten sich im vergangenen Frühjahr aufgrund der sich abzeichnenden Probleme nur elf Teams angemeldet, darunter langjährig bekannte Teilnehmer, aber auch einige neue Teams. Nicht alle konnten jedoch im weiteren Jahresverlauf die Arbeit an den Wettbewerbsaufgaben aufrechterhalten und zogen ihre Teilnahme zurück. „Ich bin sehr stolz auf meine Siebtklässler, die im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts an der FLL teilgenommen haben und auch in allen Kategorien angetreten sind. Das war alles andere als selbstverständlich“, so Möller.

Alle Teams haben in den vier Bewertungskategorien „Robot-Game“, „Forschung“, „Roboterdesign“ sowie „FLL-Grundwerte“ ihre Beiträge per Video einreichen können. Dabei galt es, diverse Vorgaben zu beachten, um insbesondere beim „Robot-Game“, bei dem der Roboter innerhalb von zweieinhalb Minuten so viele Aufgaben wie möglich autark auf dem Wettbewerbsfeld lösen muss, vergleichbare Bedingungen sicherzustellen.

Am Ende durfte sich das Team „Pisaperlen“ vom Gymnasium Bad Nenndorf als Gesamtsieger virtuell feiern lassen. Auf den weiteren Plätzen folgten die „Robotigers“ von der KGS Ronnenberg sowie „FastForward>>“ vom Gymnasium Lehrte.

Besonderer Dank gilt dem Rotary-Club Stolzenau, der erneut die Ausrichtung des Wettbewerbs tatkräftig unterstützte, indem er eine Vielzahl an Juroren mobilisierte sowie den Teams der ersten vier Plätze jeweils ein Preisgeld von 100 Euro zukommen ließ. Da es einen geteilten vierten Platz gab, können sich sogar fünf Teams über eine Finanzspritze freuen.

In der nächsten Saison hoffen alle Beteiligten, dass es wieder richtige Wettbewerbsatmosphäre zu schnuppern gibt: Am 12. Februar wird es in Stolzenau wieder so weit sein.