11.08.2013

Rosen gepflanzt und Dart gespielt

Ferienspaßkinder verbrachten kurzweiligen Nachmittag bei Liebenaus Kleingärtnern

Von Edda Hagebölling

Liebenau. Sie haben Rosen gepflanzt, Dart gespielt, gesungen und geturnt. Nur fürs Marmeladekochen war‘s dann doch zu warm, als am vergangenen Montag neun Kinder im Rahmen des Liebenauer Ferienspaßes einen Nachmittag bei den Kleingärtnern verbrachten. Dass die Mädchen und Jungen am Ende ihres Aufenthalts trotzdem ein Glas frischer Marmelade mitnehmen durften, verstand sich für Günther Krüger, seit dem Frühjahr Vorsitzender der Kleingartenvereinigung Liebenau, und seine Mitstreiter von selbst. Zusammen mit Stellvertreter Hans-Dieter Sigmund und Kassenwartin Olga Haller bildet Krüger den Vorstand eines Vereins, der im Jahr 1948 gegründet wurde. Ursprünglich für die Flüchtlinge, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Liebenau und Stolzenau kamen und dringend darauf angewiesen waren, Obst und Gemüse selbst anbauen zu können.

Aktuell hat die Kleingartenvereinigung 47 aktive und fünf passive Mitglieder in ihren Reihen. 61 der 63 Gärten sind verpachtet. Da jedoch nicht alle Pächter so beständig sind wie der Vorsitzende – er bewirtschaftet seinen Garten seit 1975 –, werden ständig Gärten frei. „Wer seine Nahrungsmittel selbst anbauen möchte und noch einen Garten sucht, kann sich gerne an uns wenden“, so Günther Krüger.

Die Gärten sind zwischen 250 und 300 Quadratmeter groß. Doch sehr zum Leidwesen des Vorstands sind nicht alle so gepflegt wie beispielsweise die von Krüger, Sigmund und Haller. „Wir haben Pächter, die sich bei der Vertragsunterzeichnung riesig darüber freuen, einen Garten bekommen zu haben, sich dann aber kaum noch blicken lassen. Entsprechend sehen die Gärten aus“, so der Vorsitzende.

Zu schaffen macht dem Vorstand auch der nicht enden wollende Vandalismus. „Obwohl bei uns nun wirklich nichts zu holen ist, werden unsere Hütten immer wieder heimgesucht und verwüstet. Meistens, nachdem zuvor irgendwo gefeiert wurde“, so die Kleingärtner.

Entmutigen lassen sich die Mitglieder der Kleingartenvereinigung dennoch nicht. Sie sind froh darüber, zu wissen, woher das Ost und Gemüse stammt, das sie ernten und verzehren. „Außerdem macht Gartenarbeit Spaß. Und wer was macht, hat auch was“, so Olga Haller.

Zu erreichen ist Günther Krüger unter der Telefonnummer 05023/1287.

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Erstellt:
11. August 2013, 00:00 Uhr
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