Glückliche Siegerinnen des Deutschen Schüler-Rudercups auf der Fulda in Kassel, von links: Protektor Marcus Weber, Steuefrau sowie Trainerin Marie Weber, Annie Mae Leitner, Zoe Gohlke, Tessa Reichard und Sophie Weber. Foto: Weber

Glückliche Siegerinnen des Deutschen Schüler-Rudercups auf der Fulda in Kassel, von links: Protektor Marcus Weber, Steuefrau sowie Trainerin Marie Weber, Annie Mae Leitner, Zoe Gohlke, Tessa Reichard und Sophie Weber. Foto: Weber

Nienburg 01.10.2021 Von Die Harke

Ruderriege der ASS gewinnt Schüler-Rudercup

Nienburger Gig-Doppelvierer sorgt in Kassel für Überraschungssieg

Fast kein Septembertag verging bei der Ruderriege der Albert-Schweitzer-Schule Nienburg ohne ihren Sport. Gerade erst zurück aus dem Sommertrainingslager Dörpen bescherte zunächst Traumwetter der mehrfach verschobenen Bootstaufe von zwei neuen Einern einen tollen Rahmen: Henrike Plate und Mathilda Beermann wünschten dabei dem Boot „Friendship“ und „Käpt´n“ Blaubär stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Mehr als 70 Gäste ließen sich auch musikalisch von Sophie Gurtschmann und Aaron di Lorenzo unter der Leitung von Lehrerin Antje Falldorf-Podehl verzaubern.

Für die RRASS war es zugleich der Startschuss für einen kleinen Rudermarathon: Anfängerausbildung, vor allem der Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen fünf bis sieben, aber auch der Besuch der „Jugend trainiert für Olympia“-Ersatzregatten waren die nächsten Termine der Nienburger Wassersportler.

Bei der Landesschülermeisterschaft auf dem Maschsee in Hannover wusste vor allem der Mädchen Gig-Doppelvierer der Jahrgänge 2009/10 (WK III) zu überzeugen: Im Landesfinale wiederholten sie ihren hervorragenden zweiten Platz des Vorlaufs gegen das Carolinum aus Osnabrück. Erfolge und Erfahrungen sammelte die Ruderriege unter der Betreuung von Jonas Rabe, Marie Schröder, Henrike Plate und Max Weber in allen Bootsklassen.

Im Einer wurde Marie Weber vierte von sechs Teilnehmenden, Friederike Weber wurde Sechste, Annie Mae Leitner Vierte und Sophie Weber Erste. Den ersten Platz holten Sophie Weber und Annie Mae Leitner im Doppelzweier. Zoe Gohlke, Tessa Reichard, Sophie Weber und Annie Mae Leitner belegten im Gig-Doppelvierer im Vorlauf sowie im Finale den zweiten und Friederike Weber, Johanna Kehr, Lena Normann und Marie Weber den fünften Rang gegen starke Konkurrenz aus Osnabrück und Hannover. Mit diesem Resultat sind die Nienburger durchweg zufrieden, allerdings erhoffen sie sich auch eine Verbesserung der Jungenquote der Jahrgänge fünf bis sieben – es traten ausschließlich RRASS-Mädchenmannschaften auf dem Maschsee an.

Henrike Plate beim traditionellen Taufspruch für das Boot „Friendship“. Foto: Weber

Henrike Plate beim traditionellen Taufspruch für das Boot „Friendship“. Foto: Weber

Peter Tholl, Verbandsvorsitzender des Schülerruderverbandes Niedersachsen, war der Nienburger Mädchenvierer, der zweimal gegen „seine“ Caro–Mädchen verloren hatte, dennoch positiv aufgefallen. „Die Mannschaft ist gut, ihr müsst in 14 Tagen nach Kassel zum deutschen Schüler-Rudercup kommen“, lud er sie ein. Tholl vermittelte der jungen Nienburger Mannschaft ein Boot vom Kasseler Ratsgymnasium für die Regatta und auf der dortigen Fulda wurde ein echtes Rudermärchen wahr: Im unter freundlicher Mithilfe vom Protektor Marcus Funke (Ratsgymnasium Osnabrück) geliehenen Boot samt Skulls gelang im Vorlauf eine erste Revanche gegen die „Caro-Mädchen“: ein Start-Ziel-Sieg für Annie Mae, Zoe, Tessa und Sophie. Das bedeutete gleichzeitig den Einzug ins Finale im Gig-Doppelvierer über 500 Meter.

Dort wartete mit dem Carolinum, der Schule Kassel sowie der Humboldtschule Hannover namhafte Konkurrenz auf das Nienburger Boot. Das zeigte sich direkt mit den drei ersten Startschlägen, die den Weserstädterinnen prompt eine Bugkastenlänge Rückstand bescherte. Mit sauberer Wasserarbeit und druckvollen Schlägen, unterstützt durch akzentuierte Kommandos der Steuerfrau Marie Weber, wurde dieser Rückstand bis zur 200 Metermarke wettgemacht.

Ein von der Steuerfrau vehement eingeforderter Zwischenspurt von zehn „Dicken“ hatte den Nienburger Vierer gleichauf mit Osnabrück und Kassel gebracht, das Boot aus Hannover hatte schon eine Länge Rückstand zum Feld. Mit großem Siegeswillen schob sich das Nienburger Boot auf den abschließenden 100 Metern an die Spitze des Feldes und gewann dank der letzten zehn entscheidenden Spurtschläge das Rennen.

Sichtlich erfreut gehörte Verbandschef Tholl auf dem Siegersteg zu den ersten Gratulanten und ließ es sich nicht nehmen, ihnen eigenhändig die begehrten Medaillen umzuhängen. Über diese faire Geste freuten sich die RRASS-Ruderinnen ganz besonders.

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Erstellt:
1. Oktober 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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