Die 6300 Quadratemter große Gasförderplatz „Siedenburg Z8“ wird zurückgebaut. Exxon-Mobil

Die 6300 Quadratemter große Gasförderplatz „Siedenburg Z8“ wird zurückgebaut. Exxon-Mobil

Siedenburg 14.08.2017 Von Die Harke

Rückbau 25 Jahre nach Produktionsende

Konzern Exxon-Mobil will den Gasförderplatz „Siedenburg Z8“ so herrichten, dass eine landwirtschaftliche Nutzung der Fläche wieder möglich ist

Der Konzern [DATENBANK=2548]Exxon-Mobil[/DATENBANK] fördert in den Landkreisen Diepholz und Nienburg seit über 60 Jahren Erdgas aus derzeit etwa 55 Förderbohrungen. Rund 180 Mitarbeiter sind dort nach Konzernangaben für ExxonMobil tätig. Das Unternehmen betreibt in der Samtgemeinde Siedenburg insgesamt 23 Bohrungen (13 Gas- und zehn Ölbohrungen). In der Gemeinde Borstel sind es acht Erdgasbohrungen und in der Gemeinde Maasen fünf Erdgas- sowie zehn Erdölbohrungen. In den Gemeinden Siedenburg, Mellinghausen und Staffhorst gibt es keine aktiven Bohrungen mehr.

Die Erdgasbohrung „Siedenburg Z8“ wurde vom 12. Juli bis zum 9. Oktober 1971 bis in eine Tiefe von rund 3500 Metern gebohrt. Die Erdgasproduktion wurde nach Angaben von Exxon-Mobil im August 1972 aufgenommen und endete im April 1992. „Rund 4,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas wurden insgesamt aus der Bohrung gefördert. Mit dieser Menge könnten alle Haushalte im Landkreis Nienburg für rund 50 Jahre mit Erdgas versorgt werden“; schreibt der Konzern.

Die Bohrung sei bereits Ende Mai 2015 verfüllt worden. Dabei seien Teile der Verrohrungen mit einer kleinen Bohranlage ausgebaut und die Bohrung mit Spezialzement bis zur Oberfläche verfüllt worden. Generell werde eine Bohrung verfüllt, wenn die Produktion beendet wurde. Exxon-Mobil verfüllt nach eigenen Angaben rund zehn Bohrungen pro Jahr.

Als letzter Schritt werde jetzt der ehemalige rund 6300 Quadratmeter große Gasförderplatz zurückgebaut. Alle Arbeiten zum Rückbau und Rekultivierung des Förderplatzes würden der Wiederherstellung zur landwirtschaftlichen Folgenutzung dienen, die in diesem Fall wahrscheinlich Ackerflächesei. In diesem Zuge würden auch rund 500 Meter Anschlussleitungen geräumt, die einen Durchmesser von weniger als zehn Zentimetern hätten und in rund einem Meter Tiefe lägen.

„Die Aktivitäten erfolgen auf Basis eines durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zugelassenen Sonderbetriebsplanes. Dabei werden auf der gesamten Fläche und Tiefe des Untergrundes die Zielwerte für eine landwirtschaftliche Folgenutzung eingehalten. Dazu erfolgt ein Auftrag von kulturfähigem Mutterboden. Zum Abschluss wird dann die in den Ursprungszustand versetzte Fläche an den Eigentümer zurückgegeben und Exxon-Mobil mit der Bohrung aus der Bergaufsicht entlassen“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
14. August 2017, 21:00 Uhr
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