Manche Kreuzottern sind fast schwarz gefärbt. Ihnen fehlt dann das markante Zickzackband auf dem Rücken. Foto: Moritz Wartlick/ÖSSM

Manche Kreuzottern sind fast schwarz gefärbt. Ihnen fehlt dann das markante Zickzackband auf dem Rücken. Foto: Moritz Wartlick/ÖSSM

Winzlar 03.05.2020 Von Die Harke

Rückkehr der heimlichen Kreuzotter

Schutzmaßnahmen zeigen langsam Erfolg

Sie gehören zu den besonders heimlichen Bewohnern der Moore am Steinhuder Meer – die Kreuzottern. Außerdem sind sie in den letzten Jahrzehnten sehr selten geworden.

Nun zeigen Schutzmaßnahen aber Erfolg. „Der Fortbestand der Art stand hier sogar lange auf der Kippe“, sagt Thomas Brandt, wissenschaftlicher Leiter der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM).

Aber es gebe Licht am Horizont, erklärt der Diplom-Biologe. Denn die vom Land Niedersachsen, der Region Hannover, dem NABU Neustadt und einigen privaten Spendern finanzierten und von der ÖSSM umgesetzten Schutzmaßnahmen der vergangenen Jahre scheinen nun zu greifen. Die Biologen von der ÖSSM konnten in den letzten zwei Jahren wieder mehr Kreuzottern finden.

Um allen Ansprüchen der Kreuzottern gerecht zu werden, müssen laut ÖSSM-Reptilienexperte Moritz Wartlick geeignete, vor der Zerstörung durch Wildschweine sichere, Winterquartiere, sonnige Sommerlebensräume mit zahlreichen Versteckplätzen und außerdem Lebensräume für die Nahrungstiere geschaffen werden.

Wer bei seinem Weg um das Steinhuder Meer einer Kreuzotter begegnet, der darf sich derweil glücklich schätzen. Erkennbar sind die seltenen Tiere an dem durchgängigen dunklen Zickzackband auf dem Rücken und den schlitzförmigen Pupillen.

Anfassen sollte man die Wildtiere auf keinen Fall, Kreuzottern sind zudem bekanntermaßen giftig. Wer die Tiere aus einigen Metern Entfernung bewundert, muss sich indes keine Sorgen machen.

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Erstellt:
3. Mai 2020, 07:10 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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