Philip Simon gastiert am 17. November das Nienburger Kulturwerk. Christoph Rücker

Philip Simon gastiert am 17. November das Nienburger Kulturwerk. Christoph Rücker

Nienburg 10.11.2017 Von Die Harke

Rückrufaktion für den Verstand

Kabarettist Philip Simon gastiert am 17. November im Nienburger Kulturwerk

Vor der Befreiung aus der Zwangsjacke stellt sich die Frage: Wie verrückt ist wahnsinnig? Der Kabarettist Philip Simon geht am Freitag, 17. November, um 20 Uhr im [DATENBANK=340]Nienburger Kulturwerk[/DATENBANK] auf die Jagd nach dem Wahnsinn des Lebens. „Anarchophobie – Die Angst vor Spinnern“ heißt sein aktuelles Programm, das er als Rückrufaktion für den gesunden Menschenverstand beschreibt. In seinem neuen Programm betreibt Philip Simon mentale Sterbehilfe, um sich vor dem intellektuellen Pfandflaschensammeln zu bewahren. So absurd es auch sein mag, so befreiend ist seine Freude an der Sinnlosigkeit politischer Debatten, der Sinnlosigkeit tagtäglicher Handlungen. Ganz zu schweigen von der Sinnlosigkeit des Seins.

Und so nimmt der Hobbyphilosoph und Lebemensch sein Publikum an die Hand und führt es durch seine Welt der verrückten, lustigen, stillen und auch traurigen Momente. Manchmal gar banal, aber das vielleicht auch nur auf den ersten Blick. Von himmelhochjauchzend bis tieftraurig, denn das Weinen liegt dem Lachen so nah. Philip Simon ist ein integrationswilliger Niederländer, der im Humor seine heile Welt gefunden hat.

Zu poetisch? Dann gibt es jetzt die Fakten: Warum Facebook ein Tagebuch für expressive Autisten ist und das Navi im Auto unsere letzte Rettung vor der vollkommenen Orientierungslosigkeit ist. Warum Angela Merkel die alten Jacken von Krusty dem Clown aufträgt und der Papst Kondome verbietet, während die Bank des Vatikan in Pharmaunternehmen investiert, die Antibabypillen herstellen. Warum Rechtspopulist Geert Wilders seinen Weg finden wird und Multikulti gar nicht scheitern kann.

Der mehrfach preisgekrönte Kabarettist seziert einmal mehr mit großer Spielfreude seine eigenen Gedanken mit dem Skalpell und stellt fest: Die einzigen Visionen, die er noch hat, sind medikamentös bedingt. Ein gefühlvoller und pointierter Hobbyphilosoph auf der Höhe der Zeit und auf der Suche nach einer Antwort, zu der er selbst nicht einmal die Frage kennt. Nur so viel ist klar: Yoga ist keine Lösung, Bio macht auch dick und „alternativlos“ bringt 21 Punkte beim Scrabble.

Der Eintritt beträgt 18,50 Euro, ermäßigt 14 Euro.

Weitere Informationen und Kartenbestellungen im Nienburger Kulturwerk, Mindener Landstr. 20, unter Telefon (05021) 922580, E-Mail info@nienburger-kulturwerk.de oder direkt über die Internetseite des Kulturwerks www.nienburger-kulturwerk.de mit Auswahl des Wunschsitzplatzes.

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Erstellt:
10. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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