Rühe gibt sich Mühe

Rühe gibt sich Mühe

Sebastian Stüben DH

Ja, es ist eine unglückliche Situation für Schüler und Eltern im Landkreis. Die Busse zu den Stoßzeiten – vor der ersten und nach der sechsten Stunde – sind zu Beginn eines jeden Schuljahres so voll, dass es für einige Schüler schwer ist, einen Platz für die Heimfahrt zu finden. Besonders die Kleinen, die Fünftklässler, haben damit zu kämpfen.

Und: Es ist für Eltern und Schüler kaum nachvollziehbar, warum es „jedes Jahr das gleiche Theater“ gibt, wie meine Kollegin Sabine Lüers-Grulke geschrieben hat. Doch obwohl die Thematik für die Verkehrsbetriebe des Landkreises (VLN) schwer zu vermitteln ist, gibt sich Prokurist Jens Rühe Mühe. Er duckt sich nicht weg, er stellt sich der Kritik der Eltern und der Schüler.

Natürlich wirkt jede Erklärung der VLN, in der ein wenig Kritik am Verhalten der (großen) Schüler in den Bussen mitschwingt, wie eine faule Ausrede – und so etwas piekst die Eltern an, noch härter mit den Verantwortlichen des Schülerverkehrs ins Gericht zu gehen. Ebenso wirkt eine Erklärung, die nach Wortklauberei riecht, wie diejenige, die Kreissprecher Cord Steinbrecher abgegeben hatte: „Busse voll, aber nicht überfüllt“.

Dabei sorgen sicher in vielen Fällen Schüler, die nicht nach der idealen Sitz- und Stehaufteilung im Bus Platz genommen haben, dafür, dass tatsächlich nur „volle“ Busse (laut Vorschrift) „überfüllt“ wirken. Und sicher werden in solchen Fällen die Anweisungen der Busfahrer häufig in den Wind geschossen. Aber so ist das nun einmal bei Schülern. Und das muss auch die VLN in ihre Überlegungen einbeziehen.