Auch Bauzäune, wie in der Oppermannstraße, wurden von den Böen umgerissen und mussten von der Feuerwehr gesichert werden. Foto: Marc Henkel

Auch Bauzäune, wie in der Oppermannstraße, wurden von den Böen umgerissen und mussten von der Feuerwehr gesichert werden. Foto: Marc Henkel

Nienburg 10.02.2020 Von Marc Henkel

„Sabine“ beschäftigt Feuerwehr bis in den Abend

Erst Brand, dann Sturmeinsätze für Feuerwehren Erichshagen-Wölpe und Nienburg

Erst zu einem Zimmerbrand, im Anschluss dann auch zu mehreren Sturmeinsätzen musste die Feuerwehr am Sonntag ausrücken.

Um 10.42 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Nienburg zunächst in die Verdener Straße gerufen. Dort hatte eine Reinigungskraft Brandgeruch wahrgenommen, außerdem löste der Rauchmelder aus.

„Umgehend wählte sie den Notruf, so dass nur kurze Zeit später die Feuerwehr Nienburg vor Ort war. Diese konnte nach einer Erkundung komplett verrußte Fenster im zweiten Obergeschoss ausmachen und erhöhte die Alarmstufe“, sagt Marc Henkel, Pressesprecher der Feuerwehr Stadt Nienburg.

Nachdem sich zwei Trupps unter schwerem Atemschutz Zugang in dem betroffenen Bereich des zweiten Obergeschosses verschafft hatten, konnten diese schnell den Grund für die massive Verqualmung ausfindig machen.

Für die vorgegangenen Trupps blieb nur das ablöschen von Glutresten, denn offensichtlich war das Feuer schon von alleine erstickt. Trotz des schnellen Einsatzes konnte ein erheblicher Schaden im 2. Obergeschoss nicht verhindert werden. „Vermutlich gab es einen Brand, der bereits über längeren Zeitraum vor sich hin schwelte und somit die gesamte Etage mit schwarzem Ruß bedeckt hatte“, so Henkel weiter.

Nach gut zwei Stunden war der Einsatz für insgesamt 35 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beendet. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Eine Schadenshöhe kann derzeit nicht beziffert werden.

„Sabine“ sorgte auch für gefährliche Einsätze

In den Nachmittagsstunden traf dann der Orkan „Sabine“ auf das Stadtgebiet. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits seit Mittwoch vor dem heranziehenden Orkan gewarnt.

Um 16.52 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Nienburg zum ersten Sturmeinsatz gerufen. Im Nienburger Pferdekopfweg waren zwei Bäume auf die Fahrbahn gestürzt und blockierten diese. Mit Kettensägen wurden die Bäume zerkleinert und beiseite geräumt. „Plötzlich erfasste eine Böe eine Birke, riss diese zu Boden und verfehlte nur knapp die Einsatzkräfte“, sagt der Pressesprecher.

Nur kurze Zeit später wurde die Ortsfeuerwehr Erichshagen-Wölpe ebenfalls zu einem umgestürzten Baum auf die Bundesstraße 214 gerufen. Dieser blockierte die Fahrbahn und wurde von den Einsatzkräften beseitigt. Hierzu musste die Bundesstraße kurzzeitig komplett gesperrt werden.

Während die Ortsfeuerwehr Erichshagen-Wölpe auf der B214 tätig war, wurde die Ortsfeuerwehr Nienburg erneut zum Pferdekopfweg gerufen. Weitere Bäume waren dort umgestürzt und mussten von der Feuerwehr beseitigt werden.

Insgesamt wurden bis in die späten Abendstunden die Feuerwehren im Stadtgebiet zu sechs sturmbedingten Einsätzen gerufen. „Am Ende des Tages waren sich die Einsatzkräfte einig – die erwarteten Schäden waren in der Stadt Nienburg/Weser glücklicherweise ausgeblieben“, meint Henkel abschließend.

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Erstellt:
10. Februar 2020, 09:06 Uhr
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