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Foto: 103tnn - stock.adobe.com

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Landkreis 13.01.2020 Von Philipp Keßler

Saisonstart nach dem Super Bowl

Guten Tag

Aus jedem Sport lässt sich Geld pressen, dachten sich wieder einmal mehrere (und offenbar gelangweilte) Investoren. Die neuste Geldmaschine trägt den knappen Titel „XFL“. Dahinter steckt nicht etwa ein abgespactes Fußball-Roboter-TV-Format, sondern eine „getunte“ American-Football-Liga.

Kein Scherz: Nach dem Super Bowl, der am 3. Februar traditionell das Finale der amerikanischen Football-Liga NFL darstellt und weltweit das meistgesehene Sport-Fernseh-Ereignis des Jahres ist, soll die „XFL“ starten und die Lücke der Sommerpause schließen, bis die NFL im September wieder losgeht.

Diese neue Liga ist die Idee des WWE-Wrestling-Eigentümers Vince McMahon im Rahmen eines Joint Venture mit dem TV-Sender NBC. Bereits 2001 wurde die „XFL“ erstmals ausgetragen, es gab keine selbstständigen Teams, alle waren im Besitz eines Veranstalters.

Durch diverse Änderungen der NFL-Regeln wurde in der XFL das Verletzungsrisiko der Spieler erhöht. Und um Aufmerksamkeit für den Showaspekt der Liga zu erzeugen, wurden in den Umkleidekabinen und Duschen der Cheerleader und der Spieler Kameras angebracht. Das öffentliche Interesse an der „XFL“ war dennoch nicht sehr groß, sie wurde nach einem Jahr wieder aufgelöst.

Nun folgt der zweite Versuch. Das generelle Ziel: Mehr Action, ohne die Gesundheit der Spieler zu gefährden, dazu mehr Tempo. „Wir haben den Fans zugehört“, sagte der jetzige „XFL“-Commissioner Oliver Luck. „Und sie sagten uns, dass sie dieses Spiel lieben, aber sie möchten es etwas schneller und mit etwas mehr Spannung.“

Um das zu erreichen, haben sich die Verantwortlichen allerhand Regeländerungen im Vergleich zum „normalen“ Football aus der NFL überlegt. Da muss man als herkömmlicher Football-Fan erstmal ordentlich die Regelwerke lesen, um mitzukommen.

Am 8. Februar geht es mit dem zweiten „XFL“-Experiment los. Der sogenannte Draft, die Auswahl der Topspieler, fand bereits statt. Number-One-Pick war Wide-Receiver Rashard Davis, der bereits für die Philadelphia Eagles oder die Oakland Raiders in der NFL auflief.

Acht eigenständige Teams, unter anderem aus Seattle oder Dallas, duellieren sich. Vielleicht kann es die Football insgesamt tatsächlich bereichern und neue Ideen implementieren.

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Erstellt:
13. Januar 2020, 04:10 Uhr
Lesedauer:
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