Matthias Brosch DH

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Landkreis 28.11.2017 Von Matthias Brosch

Sammlungen ankündigen

Alljährlich lädt der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Stadt Nienburg zu einer Spendensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein, die traditionsgemäß einen Tag vor dem Volkstrauertag von Vertretern aus Politik, Bundeswehr und Wirtschaft durchgeführt wird. Dabei kam es diesmal zu einer Irritation: Ein Supermarkt hat die Spendensammlung überraschend untersagt. Zu den beiden abgewiesenen Spendensammlern gehörte Peter Goetze aus Nienburg, der sich dazu erbost an die Heimatzeitung wandte. Wie in den Vorjahren sei er dem gleichen Supermarkt zugeteilt gewesen. Das Verbot wunderte ihn: „Der an diesem Tag zuständige Geschäftsführer hat sich sicherlich mit der Materie des Volksbundes und seinem Slogan ,Versöhnung über den Gräbern, Arbeit für den Frieden‘ nicht beschäftigt. Gefallene der Weltkriege haben ein ewiges Ruherecht. Sie sind für unser Vaterland gefallen. Die Würde dieser Menschen ist unantastbar und damit auch die Pflege der Gräber. Jeder Einzelne in unserer Gesellschaft ist gefragt, sich für den Frieden zu engagieren.“

Der zuständige Mitarbeiter erklärte auf [DATENBANK=1125]HARKE[/DATENBANK]-Nachfrage, dass grundsätzlich alle Spendenaktionen auf dem Supermarkt-Gelände wenigstens ein paar Tage vorher angemeldet beziehungsweise angekündigt werden müssten. Hintergrund: Die Zahl von unseriösen Organisationen habe zugenommen, sodass nur bei einer Anmeldung eine Überprüfung durch die Geschäftsleitung vorgenommen werden könnte: „Das liegt auch im Interesse unserer Kunden.“

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Erstellt:
28. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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