Der einstige Supermarkt Heineking in Warmsen. Foto: Engelking

Der einstige Supermarkt Heineking in Warmsen. Foto: Engelking

Samtgemeinde Uchte 10.08.2021 Von Die Harke

Samtgemeinde-SPD Uchte fordert neue Konzepte

Dem Trend etwas entgegensetzen, um das „Aussterben“ zu verhindern

„Der nächste Laden schließt“ oder „Wieder macht eine Kneipe zu – „Das sind Schlagzeilen, die es in der Samtgemeinde Uchte in den letzten Jahren viel zu oft gegeben hat und die man Zukunft nicht mehr hören möchte“, so Cord Rodenberg, der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Samtgemeinde Uchte.

„Und zwar nicht, weil keine mehr da sind, sondern weil sie erfolgreich betrieben werden. Wir wollen dafür sorgen, dass unser Dorfleben mit seiner Kultur erhalten bleibt und bis ins hohe Alter eine erreichbare Nahversorgung zur Verfügung steht.“ Das schreibt die SPD der Samtgemeinde Uchte. Die will sich in der kommenden Wahlperiode stark machen und mit neuen Ideen und Konzepten dafür sorgen, dass die Nahversorgung mit Dingen des alltäglichen Lebens in den Gemeinden erhalten bleibt oder wieder belebt wird.

„Wir müssen alles dafür tun, für die beiden geschlossenen Lebensmittelmärkte der Firma Heineking in Warmsen und Bohnhorst schnell eine Nachfolgeregelung zu finden und somit die Nahversorgung in der Gemeinde Warmsen wieder herzustellen, um weiteres ,Aussterben‘ unserer Dörfer zu verhindern“, so Karl-Heinz Könemann, SPD-Ratsmitglied im Gemeinderat Warmsen. „Wir sind der Meinung, dass dort zum Beispiel regionale Produkte direkt vermarktet werden können und nicht erst viele Kilometer weit transportiert werden müssen. Kombiniert mit weiteren Handelsgütern kann ein attraktives Angebot entstehen. Gemeinsam mit bestehenden Märkten und der Wirtschaftsförderung kann eine Hilfestellung eingebracht werden und somit zum Erfolg beitragen.“

Das ehemalige Gasthaus Stellhorn in Lavelsloh. Foto: Engelking

Das ehemalige Gasthaus Stellhorn in Lavelsloh. Foto: Engelking

Gleiches gelte für die örtliche Gastronomie. Sie zu stärken und zu erhalten sichere ein Stück Kultur des dörflichen Lebens. Als generationsübergreifender Treffpunkt seien die „Dorfkneipen“ zumeist in zentraler dörflicher Lage zu finden und damit Teil des Ortsbilds. Darüber hinaus dienten Saalbetriebe für zahlreiche Veranstaltungen.

„Mit dem Erwerb der ehemaligen Gaststätte Stellhorn in Lavelsloh ist für und ganz klar das Ziel verbunden, den Saal- und Gaststättenbetrieb mittelfristig wieder aufzunehmen. Ähnliches ist seinerzeit mit dem griechischen Restaurant in Lavelsloh ja schon mal sehr gut gelungen“, meint Jens Engelking, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat des Flecken Diepenau.„Wir sind der Überzeugung, dass wir durch verstärkte Aufnahme in das Marketingkonzept der Samtgemeinde Uchte dem Trend zur Schließung entgegenwirken können. Ferner sollten wir durch Unterstützung im immer schwieriger werdenden Umfeld aus Verordnungen und Vorschriften die Wiederaufnahme und Fortführung der Betriebe nach der Corona-Pandemie erleichtern. Dazu gehört ebenso die Hilfestellung zur Erfüllung von Auflagen, wie die Vermittlung bei Investitionen und Finanzierungen für die Zukunft.

Die SPD fordert daher, neue Konzepte für die Samtgemeinde zu entwickeln, die beispielsweise durch Vereine, Gemeinschaften oder durch einen kommunalen Betrieb vor Ort getragen und umgesetzt werden.

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Erstellt:
10. August 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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