Reichlich Edelmetall und Pokale gab es für die Taekwon-Doka des MTV Nienburg im niederländischen Dalfsen. von der Haar

Reichlich Edelmetall und Pokale gab es für die Taekwon-Doka des MTV Nienburg im niederländischen Dalfsen. von der Haar

Dalfsen (Niederlande) 06.04.2019 Von Die Harke

Saskia Dreier gewinnt Goldmedaille

Taekwon-Do: Bei den Dutch Open im niederländischen Dalfsen ist der MTV Nienburg sehr erfolgreich

Es kommt nicht häufig vor, dass die Schützlinge von Henning von der Haar ohne ihren Meister vom MTV Nienburg zu einem Taekwon-Do-Wettkampf fahren. Für die IBF-Dutch Open bereitete ihr Trainer sie so gut vor, dass er anderen privaten Verpflichtungen nachkommen konnte. In der Obhut der Rot-Schwarzgurte Marc von der Haar und Patrick Gieger gingen elf Starter aus Nienburg auf die Kampffläche und präsentierten sich sehr stark. „Marc und Patrick sind bei so gut wie jedem Training und jedem Turnier dabei, sie kennen die Stärken und Schwächen unserer Schüler. Ich kann mich auf sie verlassen und bin stolz, dass sie trotz ihres Alters von 17 und 18 Jahren schon bereit sind diesem großen Druck stand zu halten und diese Verantwortung auf sich zu nehmen“, lobt von der Haar seine jungen Co-Trainer.

Im Formenbereich gingen Matthias Dreier, Marc Baldermann, Patrick Gieger, Maximilian Rose und Marc von der Haar an den Start. In einem technisch sehr anspruchsvollen Teilnehmerfeld schafften es lediglich Rose und von der Haar sich im oberen Feld festzusetzen. Rose wurde mit einer Durchschnittswertung von 7,1 Punkten Vierter, von der Haar sicherte sich mit nur 0,1 Punkt weniger Rang fünf.

Der Nienburger Nachwuchs bewies in dieser Disziplin einmal mehr, dass bereits Höchstleistungen abrufen können. Jannik Gieger (6,3), Zwillingsschwester Jacqueline, Lea Williges und Larissa Köller traten bei den Junioren an. Jacqueline ergatterte mit ihrer Demonstration von „Hwa-Rang Tul“ die Bronzemedaille (6,9 Punkte im Schnitt). Lea und Larissa waren mit „Toi-Gye Tul“ jeweils nur 0,1 Punkt hinter ihrer Vereinskameradin.

Den größten Erfolg des Tages sicherten aus Nienburger Sicht allerdings die mitgereisten Grüngurte. Saskia Dreier holte für Weserstädter Gold. Kevin von der Haar fehlte hierfür auch nicht viel. Im Stechen um den Podiumsplatz musste er sich gegen seinen starken Kontrahenten geschlagen geben. Von fünf Kampfrichtern entschieden sich zwei für von der Haar, drei für seinen Gegner, knapper geht es nicht.

Im Synchronwettbewerb zeigte das Team „MTV Nienburg I“ ihre ganze Routine und sicherten dem MTV die nächste Medaille – Bronze. „Jacqueline, Lea und Jannik sind seit ihrem ersten Turnier als Synchronteam eingespielt, das zahlt sich aus“, resümiert Henning von der Haar – der von den mitgereisten Nienburger Unterstützern den ganzen Turniertag mit Infos versorgt wurde.

Das Team um Marc von der Haar, Maximilian Rose und Patrick Gieger überzeugte ebenso mit ihrer Darbietung. Sie konnten sich bei den Erwachsenen gegen die Vielzahl der Teams – unter anderem Team „MTV II“ mit Larissa Köller, Marc Baldermann und Matthias Dreier – durchsetzen und freuten sich über Bronze.

In den Semikontakt-Kämpfen sorgte vor allem Jannik Gieger für viel Furore. In insgesamt fünf Kämpfen sorgte er mit guter taktischer Einstellung und seinem Kämpferherz dafür, dass er beim Bundestrainer der IBF-Deutschland einen bleibenden Eindruck hinterließ. Auf zwei Siege folgte eine Niederlage. Im nächsten Kampf bezwang Gieger seinen Gegner nach mehrfachem Hin und Her in der Verlängerung. Bei seinem fünften und letzten Kampf musste er sich mit 3:4 geschlagen geben. Eine Medaille sprang für den 14-jährigen nicht heraus, ein Lob des Bundestrainers Bernd Große-Dahldrup-Hemker war ihm dennoch sicher: „Jannik macht das schon sehr gut, wäre er noch ein bisschen mutiger gewesen, hätte er es heute sogar aufs Treppchen geschafft.“

Lea Williges musste in ihren vier Kämpfen nur eine Niederlage hinnehmen; und die ausgerechnet gegen ihre Trainingskameradin Jacqueline. In ihrer Gewichtsklasse sicherten sich die beiden Teenager die Plätze zwei und drei.

Kevin und Marc von der Haar gewannen jeweils zwei Kämpfe und verloren einen. Kevin musste sich lediglich im Finale geschlagen geben, sein älterer Bruder wurde Vierter. Marc Baldermann, Patrick Gieger, Maximilian Rose und Larissa Köller konnten ihren Kämpfen nicht den gewünschten Stempel aufdrücken und mussten sich in ihren hartumkämpften Pools ihren Gegnern beugen.

Auch sie nehmen einen wohlmöglich entscheidenden Tipp des Bundestrainers mit in die nächste Turniervorbereitung: „Es Bedarf vielen an guten Handtechniken. Flüssigere Übergänge zwischen Fuß- und Handtechniken könnten der Schlüssel zum Erfolg sein.“ Dies wird auch ein zentrales Thema beim Kadertraining der IBF-Deutschland Ende Mai in Nienburg sein.

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Erstellt:
6. April 2019, 19:34 Uhr
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