Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

10.11.2012 Von Stefan Reckleben

Schaden für die Weserregion

Manipulation?

Der Mittelweserausbau ruht, der Druck wächst: Der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen erhebt schwere Vorwürfe gegen das Bundesverkehrsministerium. Das benachteilige eindeutig Norddeutschland. Die Herabstufung der Mittelweser in die Kategorie B rücke Ausbau und Unterhalt in weite Ferne. Der Verband ermittelte, „dass der Einstufung der Mittelweser falsche Annahmen zugrunde liegen.“ Das Ministerium weise als Prognose für 2025 ein Transportgewicht von 3,5 Millionen Jahrestonnen aus. „Dies entspricht nicht den Gegebenheiten und grenzt faktisch an eine politisch motivierte Manipulation.“ Die Mittelweser besaß schon 2011 mit 8,7 Millionen Tonnen einen deutlich höheren Wert als in der Prognose des Ministeriums. Der Wert setze sich zusammen aus 3,8 Millionen Tonnen für Ziel-, Quell- und Durchgangsverkehr sowie aus 4,9 Millionen Tonnen für Ortsverkehr 2011. Für den Verband operiert „das Ministerium wider besseres Wissen mit falschen Prognosezahlen, um seine Kategorisierung der Mittelweser zu rechtfertigen. Es ist zu vermuten, dass die Abstufung eine Verschiebung von Investitionsmitteln in die Wasserstraßen im Süden Deutschlands ermöglicht“.

Der Druck aus der Politik gegen das Ministerium wächst. Landespolitiker Grant Hendrik Tonne (Leese) bereitet eine Kleine Anfrage an die Landesregierung vor. Wie die sich wohl positionieren wird? S‘ ist bald Wahl. Stefan Reckleben

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Erstellt:
10. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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