Stuttgarts Silas Wamangituka (l) im Laufduell mit Frankfurts Steven Zuber. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Stuttgarts Silas Wamangituka (l) im Laufduell mit Frankfurts Steven Zuber. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Berlin 07.11.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Bayern nach Klassiker-Sieg an der Spitze - Union überrascht

Mit einem Sieg im deutschen Fußball-Klassiker bei Borussia Dortmund hat der FC Bayern München seine Bundesliga-Führung behauptet.

Der Rekordmeister und Titelverteidiger schlug die Westfalen im Topmatch des 7. Spieltags mit 3:2 (1:1) und verdrängte damit RB Leipzig nach rund drei Stunden wieder von Platz eins. Die Sachsen hatten zuvor mit einem 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg vorübergehend die Spitze übernommen, liegt nun mit 16 Punkten auf Platz zwei. Die Bayern haben zwei Punkte mehr, der BVB ist Dritter mit 15 Zählern.

Auf Rang vier schob sich zunächst überraschend der 1. FC Union Berlin, der - erneut von einem starken Max Kruse angeführt - Rückkehrer Arminia Bielefeld mit 5:0 (3:0) abfertigte. Am Tabellenende trennten sich Schlusslicht FSV Mainz 05 und der Tabellenvorletzte FC Schalke 04 mit 2:2 (2:1). Hertha BSC bejubelte ein 3:0 (1:0) beim FC Augsburg und damit den 100. Bundesligasieg von Trainer Bruno Labbadia. Aufsteiger VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt spielten 2:2 (2:0). Am Freitagabend hatte der 1. FC Köln seine Serie von mittlerweile 17 Spielen ohne Sieg durch ein 1:1 bei Werder Bremen nicht beenden können.

Die Bayern gerieten allerdings erstmal in Rückstand. Kurz vor der Pause traf Marco Reus zum 1:0 (45.), in der vierten Minuten der Nachspielzeit des ersten Abschnitts glich David Alaba aus. Nur drei Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit schlug Robert Lewandowski zu, für die Entscheidung sorgte Leroy Sané in der 80. Minute, auch wenn Erling Haaland (83.) noch einmal verkürzte. Sorgen bereitet den Bayern, die mit 27 Toren nach sieben Spielen einen über vier Jahrzehnte alten Rekord einstellten, eine womöglich schwerere Verletzung von Nationalspieler Joshua Kimmich am Knie. Eine Diagnose stand zunächst noch aus.

Die Leipziger nutzten drei ruhende Bälle für ihre Treffer durch Ibrahima Konaté (26.), Kapitän Marcel Sabitzer (70./Foulelfmeter) und Angelino (89.). „Insbesondere in der Anfangsphase waren wir direkt gefährlich, hatten schöne Standardsituationen und haben häufig die richtigen Entscheidungen getroffen“, meinte Coach Julian Nagelsmann. Gegner Freiburg muss mit nur sechs Punkten aus den bisherigen sieben Spielen den Blick erstmal nach unten richten.

Im Duell der Sieglosen gingen die Mainzer durch einen Foulelfmeter in Führung, den Daniel Brosinski in der sechsten Minute verwandelte. Nach einem Freistoßtreffer durch Mark Uth (36.) bekamen die Mainzer vor der Pause erneut einen Foulelfmeter zugesprochen: Jean-Philippe Mateta traf zum 2:1 (45.+2). Ein Eigentor von Jeremiah St. Juste (82.) rettete dem Vorletzten Schalke beim Tabellenletzten Mainz einen Punkte. Aber: 23 Ligaspiele ohne Sieg für die Königsblauen.

Ein Blitzstart mit dem Tor von Keita Endo in der dritten Minute - Unions zweitschnellster Treffer in der Bundesliga - und das 2:0 durch Robert Andrich (13.) nach Vorlage von Max Kruse sorgten schnell für Klarheit. Geraldo Becker (45.+2) erhöhte noch vor der Pause. Und dann durfte Elfmeter-Experte Kruse noch ran: 4:0 in der 52. Minute, den fünften Treffer erzielte Cedric Teuchert (89.). Die Bielefelder Arminen kassierten bereits die fünfte Niederlage in Serie.

Hertha hat nach fünf sieglosen Spielen wieder einen Dreier geholt. Matheus Cunha brachte die Hauptstädter per Foulelfmeter in der 44. Minute in Führung gegen die Augsburger. Dodi Lukebakio (52.) war wenige Minuten nach der Pause zur Stelle, ehe Krzystof Piatek (86.) alles klar machte für die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia.

Die 2:0-Führung durch Nicolás González (17./Foulelfmeter) bei seinem ersten Startelf-Einsatz und Gonzalo Castro (37.) reichte dem VfB nicht zum Sieg. Die Gäste kämpften sich zurück und kamen durch die Tore von Andre Silva (61.) und David Abraham (75.) zum Ausgleich.

© dpa-infocom, dpa:201107-99-248997/5

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Erstellt:
7. November 2020, 20:44 Uhr
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