Auch Ehescheidungen sind per Videokonferenz möglich. Foto: IckeT - stock.adobe.com

Auch Ehescheidungen sind per Videokonferenz möglich. Foto: IckeT - stock.adobe.com

Landkreis 25.02.2021 Von Holger Lachnit

Scheidung per Videokonferenz

Videokonferenzen kennen wir aus dem Homeoffice inzwischen bestens. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, diese digitale Technik einzusetzen: Auch Ehescheidungen sind per Videokonferenz möglich. Das berichtet der Evangelische Pressedienst.

Die Rechtsgrundlage dafür gebe es bereits seit mehreren Jahren, aber erst seit der Corona-Pandemie werde diese Möglichkeit auch wahrgenommen.

Auf Antrag der Scheidungswilligen prüfe das Gericht, ob eine Online-Trennung infrage kommt. Die Richter müssten dem nicht zustimmen, einen Rechtsanspruch gebe es nicht, erläuterte Hans-Christian Rümke, Sprecher des Niedersächsischen Justizministeriums. Umgekehrt könne auch niemand vom Gericht zur Videokonferenz verpflichtet werden. Ein nicht ganz unbedeutender Aspekt sei: Die technische Ausstattung muss bei den streitenden Parteien vorhanden sein - und auch in den Gerichtssälen. „Anfang Dezember 2020 hatten wir 65 Prozent aller Amtsgerichte technisch ertüchtigt. Zum Ende des ersten Quartals 2021 wollen wir bei 100 Prozent sein“, kündigte der Ministeriumssprecher an.

Geeignet sei das Verfahren vor allem dann, wenn sich Paare einvernehmlich scheiden lassen wollten und keine langwierigen Sorgerechts- oder Unterhaltsstreitigkeiten geklärt werden müssten.

Die Videokonferenz hat auch den Vorteil, dass man dem Ex-Partner nicht mehr persönlich gegenübertreten muss. Man kann ihn oder sie sogar nach erfolgter Scheidung genüsslich ausschalten: Ehe beendet, Verbindung getrennt ...

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Erstellt:
25. Februar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 37sec

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