Manon Garms DH

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Landkreis 27.03.2018 Von Manon Garms

Scheiterhaufen für Tiere

Wenn es an Ostern kein Osterfeuer mehr gäbe, würde vielen Menschen sicher etwas fehlen. Bei aller Feierstimmung rund ums Feuer mahnt der [DATENBANK=4921]NABU[/DATENBANK] Niedersachsen allerdings, auch auf die Belange der Natur zu achten. So sollten keine hölzernen Abfälle, wie alte Schränke oder ausgediente Sessel, auf dem Osterfeuerplatz entsorgt werden. Der NABU empfiehlt außerdem, die Osterfeuerstapel erst am Gründonnerstag aufzuschichten. Das späte Aufschichten komme nicht nur den Veranstaltern, sondern auch zahlreichen Tieren zugute, für die das vermeintlich sichere Holz- oder Reisigversteck alljährlich zum Scheiterhaufen werde: Käfer und Wildbienen, Hasen und Kaninchen, Igel und Spitzmäuse seien nur einige Arten, die häufig Unterschlupf im Osterfeuerstapel suchten.

Auch hätten viele Vögel mit dem Nestbau begonnen oder hätten bereits vollständige Gelege. Einige Vogelarten wie Zaunkönig, Rotkehlchen und Heckenbraunelle brüteten gern in Reisighaufen. „Reisig- und Holzhaufen, die auf diese Weise von Tieren als Brut- und Wohnstätte angenommen worden sind, dürfen nicht mehr durch Abbrennen zerstört werden“, schreibt der NABU in einer Pressemitteilung.

Um zu vermeiden, dass ein geplantes Osterfeuer aus diesem Grund gegebenenfalls ganz ausfallen muss, empfiehlt der NABU, Holz- und Reisighaufen entweder sehr spät anzulegen, sie vorsichtig umzuschichten oder anderweitig Vorsorge zu treffen, damit sich Tiere nicht schon vor dem Abbrennen darin niederlassen können. Am Tag vor dem Abbrennen müsse sichergestellt werden, dass Tiere ausreichend Gelegenheit zur Flucht hätten.

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Erstellt:
27. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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