Selfie von Online-Mitarbeiter Timo Schwiersch (heute früh nach dem Duschen aufgenommen). DH

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#tgif 17.11.2017 Von Timo Schwiersch

Schickt her eure Nacktfotos

Wer kennt das nicht? Kaum hat man sich vom Partner getrennt, tauchen überall im Internet peinliche Nacktfotos auf, die der Ex-Partner hinterhältiger Weise im Internet veröffentlicht. Ist uns doch allen schon einmal passiert, oder? Nicht? Jedenfalls möchte Facebook und das glauben machen, denn in Australien wurde jetzt ein Pilotprojekt gestartet, das den Missbrauch von Nacktfotos des Partners als „Racheakt“ verhindern soll. Angesprochen sind natürlich die Personen, die in der Vergangenheit schon einmal intime Fotos von sich an ihren Partner geschickt haben oder sich von ihm oder ihr haben ablichten lassen. Damit der Ex-Partner dieses brisante Bildmaterial zumindest nicht auf Facebook oder im zugehörigen Facebook-Messenger verbreiten kann, fordert Facebook genau diese Menschen dazu auf, ihnen Nacktfotos von sich selbst zu schicken – per Messenger.

Facebook prüft diese Bilder dann, ermittelt einen „digitalen Fingerabdruck“, der dies oder ein ähnliches Bild auch dann noch erkennen soll, wenn es leicht verändert wurde, und unterbindet daraufhin, dass dieses Bild künftig bei Facebook oder im Messenger verbreitet werden kann. Diese Prüfung wird allerdings nicht maschinell durchgeführt, sondern von echten Menschen vorgenommen, um zu verhindern, dass wahllos Bilder eingereicht werden.

Mit anderen Worten: in einem kleinen Büro bei Facebook in Australien sitzen künftig ein paar Erdenbürger, die sich den ganzen Tag lang Nacktfotos anschauen und dafür auch noch bezahlt werden – sogar mit Steuergeldern, denn das Projekt wird von der australischen Regierungsbehörde für Internetsicherheit unterstützt. Wer also bisher meinte, sein Traumjob sei noch nicht erfunden worden, könnte jetzt vielleicht hellhörig werden.

Und da ich dieses Projekt übrigens sehr befürworte, haben wir uns hier bei der Harke ein Beispiel an diesem Vorhaben genommen und setzen uns nun auch hier in Nienburg für eure Sicherheit ein. Aus diesem Grund rate ich allen Lesern, dringend und unverzüglich alle intimen Fotos, die es von euch gibt an unsere hausinterne Stelle für Drucksicherheit zu schicken. Wir sorgen vertrauensvoll und absolut diskret dafür, dass diese Fotos niemals in der HARKE veröffentlicht werden. Schickt das brisante Bildmaterial einfach per E-Mail an mich. Ich kümmere mich persönlich um die Prüfung jedes einzelnen Bildes. Danke für eure Mithilfe.

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Erstellt:
17. November 2017, 18:59 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 08sec

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