Die trockengelegte Schleusenkammer. WSA Verden

Die trockengelegte Schleusenkammer. WSA Verden

Landesbergen 25.05.2017 Von Die Harke

Schleuse Landesbergen dicht

Wasser- und Schiffahrtsamt überprüft das Bauwerk / Schleusenkammer trockengelegt / Weser seit 24. Mai wieder frei

Die Landesberger Schleuse war für zehn Tage gesperrt. Der Grund dafür ist nach Angaben des [DATENBANK=3445]Wasser- und Schifffahrtsamtes Verden[/DATENBANK] eine Bauwerksprüfung der gesamten Anlage. Alle sechs Jahre würden die Bauwerke der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung nach einem festen Regelwerk inspiziert und vermessen, um ihre Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit zu gewährleisten. Obwohl die Sperrung schon weit im Voraus angezeigt werde, sei sie für die Schifffahrt auf der Weser mit Behinderungen verbunden gewesen. Die Binnenschiffe müssten eventuell weite Umwege über Mittelland-, Dortmund-Ems- und Küstenkanal in Kauf nehmen. Um die Sicherheit der Schleuse zu gewährleisten, sei die Trockenlegung aber unvermeidbar. Der Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr sei davon nicht betroffen, schreibt die Behörde.

Die Schleusenkammer sei trockengelegt worden, um auch die sonst unter Wasser befindlichen Bauteile, insbesondere die Schleusenverschlüsse aus Stahl, überprüfen zu können. Hierzu wurde die Schleusenkammer mit Revisionsverschlüssen abgedämmt und in etwa zehn Stunden wurden rund 15.000 Kubikmeter Wasser aus der Kammer abgepumpt.

Parallel zu der Bauwerksprüfung wurden durch das Fachpersonal des Außenbezirks Nienburg und des Bauhofs Hoya Instandsetzungen an der Anlage und Ausrüstungsteilen vorgenommen. Dafür mussten auch die vier Schleusentorflügel mit schwerer Krantechnik ausgehoben und anschließend wieder eingebaut werden.

Vor kurzem hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Verden zwei neue Reserveschleusentorflügel beschafft. Diese können an allen Schleusen der Mittelweser im Havariefall, zum Beispiel wenn ein Schiff gegen das Tor prallt und es beschädigt, zum Einsatz kommen. „In Landesbergen wurden die jeweils 30 Tonnen schweren Torflügel für einen Probebetrieb eingebaut und angepasst, damit die kurzfristige Einsatzverfügbarkeit im Notfall gewährleistet werden kann“, schreibt das Wasser- und Schifffahrtsamt.

Um die Sperrzeiten für die Schifffahrt so kurz wie möglich zu halten, sei eine exakte Vorplanung der einzelnen Bearbeitungsschritte während einer Trockenlegung von besonderer Bedeutung gewesen.

Mit der geplanten Freigabe der Schleuse am Mittwoch sei dann die Mittelweser zwischen den Seehäfen Bremen und Bremerhaven und den Industrieregionen im Ruhrgebiet sowie entlang des Mittellandkanals wieder durchgänig durchfahrbar.

Beim Einbau der Reserve-Untertore. WSA Verden

Beim Einbau der Reserve-Untertore. WSA Verden

Die „Söse“ schleppte alles an den richtigen Platz. WSA Verden

Die „Söse“ schleppte alles an den richtigen Platz. WSA Verden

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Erstellt:
25. Mai 2017, 21:00 Uhr
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