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Gesprächspartner zum Thema „Wolfsmanagement“: Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD, links) und der Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke (CDU).Büro Schmädeke

Gesprächspartner zum Thema „Wolfsmanagement“: Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD, links) und der Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke (CDU).Büro Schmädeke

Landkreis 31.10.2019 Von Die Harke

Schmädeke: „Wolfsabschüsse rechtlich regeln“

CDU-Landtagsabgeordneter Schmädeke fordert „effektives Wolfsmanagement“

Vor dem Hintergrund des neuerlichen Wolfsrisses eines 600 Kilogramm schweren Rindes am Rande des Lichtenmoor und des illegalen Abschusses eines Wolfsfrüden bei Dörverden im „Drei-Länder-Eck“ der Landkreise Verden, Heidekreis und Nienburg fordert der heimische Landtagsabgeordnete Dr. Frank Schmädeke (CDU) erneut die „rechtlichen Absicherung eines effektiven Wolfsmanagements“ bei auffälligen Wölfen und bat Umweltminister Olaf Lies (SPD) um den aktuellen Stand zur Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes und der Niedersächsischen Wolfsmanagementverordnung. In der Verordnung soll der Abschuss von problematischen Wölfen geregelt werden.

Nach Rücksprache am Mittwoch dieser Woche zeigt sich Schmädeke in einer Pressemitteilung optimistisch, dass die Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes zur geregelten „Entnahme“ von Wölfen auf einem guten Weg sei. Parallel dazu erarbeite das Ministerium eine Wolfsmanagementverordnung für Niedersachsen. „Darüber wird uns auch die notwendige Allgemeinverfügung gelingen, die den Einsatz von Jägern absichert“.

Der heimische Landtagsabgeordnete ist überzeugt, dass“ nur die Möglichkeit eines effizienten Wolfsmanagements ein friedliches Nebeneinander von Mensch, Weidetierhaltung und Wolf in der offenen Kulturlandschaft gewährleisten wird“.

Nach Mitteilung des Ministers sei es seine Aufgabe, den gesetzlich vorgegebenen Belangen des Artenschutzes für den Wolf, aber auch den vielfältigen anderen Interessen der Landnutzer und des Natur- und Küstenschutzes Rechnung zu tragen. Im Bewusstsein der Konflikte insbesondere in Bezug auf von Wölfen verursachte Nutztierrisse gelte es daher, sowohl die Prävention zu fördern als auch Handlungsfähigkeit in Fällen von „problematisch habituierten“ Wölfen herzustellen.

Aus diesem Grund habe sich Niedersachsen auf Bundesebene für Anpassungen des Bundesnaturschutzgesetzes stark gemacht. Die entsprechende Bundesratsinitiative der niedersächsischen Landesregierung trage nun Früchte- der neue Zeitplan für die Novelle („Lex Wolf“) in Berlin mache eine zügige Bearbeitung möglich. Lies geht laut Schmädeke davon aus, dass mit einem Erlass des Gesetzes Anfang 2020 gerechnet werden könne.

Wenig Verständnis zeigte der CDU-Abgeordnete für den wahrscheinlich illegalen Abschuss eines Wolfsrüden an der Landkreisgrenze. „Aber soweit hätte es nicht kommen müssen, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen rechtzeitig geschaffen und vernünftig umgesetzt worden wären.“ Der Abgeordnete betont, dass nur die Möglichkeit eines effizienten Wolfsmanagements ein friedliches Nebeneinander von Mensch, Weidetierhaltung und Wolf in unserer offenen Kulturlandschaft möglich machen könne.

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Erstellt:
31. Oktober 2019, 18:27 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 05sec

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