Die angepassten Preise liegen nun über dem Bundesschnitt. Foto: Pixabay

Die angepassten Preise liegen nun über dem Bundesschnitt. Foto: Pixabay

Landkreis 18.12.2019 Von Die Harke

Schmutzwasserentsorgung wird teurer

Preisanpassungen im Führse-Verbandsgebiet

Ab dem 1. Januar steigen im Bereich des Wasserbands „An der Führse“ die Kosten für die Abwasserentsorgung. Das schreibt der Verband in einer Pressemitteilung.

In den Nienburger Ortsteilen Holtorf und Erichshagen-Wölpe sowie in der Samtgemeinde Heemsen steigt demnach der Preis pro Kubikmeter Abwasser von 2,53 Euro auf 2,83 Euro. Für einen Vier-Personen-Haushalt bedeutet das Mehrkosten von rund 45 Euro im Jahr.

In den Gemeinden Husum, Landesbergen, Leese und Leeseringen werden die Entsorgungskosten auf Grundlage sogenannter Einwohnergleichwerte (EGW) berechnet, mit denen der gesamte Wasserverbrauch in einem Bereich pauschaliert wird.

Diese EGW steigen in den genannten Bereichen von 132 Euro auf 146,40 Euro im Jahr. Daraus ergibt sich für einen statistischen Vier-Personen-Haushalt eine jährliche Mehrbelastung von rund 57 Euro.

Grund der Erhöhung seien – neben den Aufwendungen für fortlaufende Sanierungen und höheren Preisen etwa für Energie - in erster Linie die „drastisch gestiegenen Kosten im technischen Bereich und für Tiefbaumaßnahmen“. Mit der Preisanpassung solle ein massiver Anstieg in einigen Jahren vermieden werden.

Auch in der Samtgemeinde Steimbke steigen die Preise für die Abwasserbeseitigung, und zwar von einem EGW von 102 Euro auf 126 Euro. Mehrkosten pro Statistik-Haushalt: rund 96 Euro. „Ende der 90er Jahre hatte sich für den Bereich der Samtgemeinde deutlich mehr Geld angesammelt als absehbar benötigt werden würde („Überdeckung“).

Der Wasserverband darf aber keinen Gewinn erwirtschaften, also wurden die Preise stark gesenkt, um die Überdeckung abzuschmelzen. In den vergangenen Jahren wurde der Schmutzwasserpreis dann schrittweise angehoben. Mit der jetzt anstehenden Erhöhung soll ein kostendeckender Preis erreicht werden“, schreibt der Verband dazu.

Im Vergleich mit (zehn Jahre alten) statistischen Daten würden sich die Schmutzwasserpreise in den drei nun angepassten Bereichen über dem Schnitt für Niedersachsen und das Bundesgebiet bewegen.

Hintergrund dafür seien zum einen vergleichsweise große Leitungslängen mit relativ wenigen Anschlüssen im ländlichen Raum; zum anderen gebe es keinen industriellen Großbetrieb, der einen Teil der Kosten für eine Kläranlage übernehmen würde.

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Erstellt:
18. Dezember 2019, 14:01 Uhr
Lesedauer:
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