So schnell, wie er kam, war der Schnee auch schon wieder weg. Foto: Schwiersch

So schnell, wie er kam, war der Schnee auch schon wieder weg. Foto: Schwiersch

Landkreis 19.02.2021 Von Holger Lachnit

Schnee und andere Katastrophen

Hatten wir eigentlich einmal Winter? So einen mit viel Schnee und zweistelligen Minustemperaturen? Es ist wirklich unvorstellbar, wie schnell die weiße Pracht vergangen ist. Sie kam über Nacht und verschwand an einem Tag. Und jetzt behauptet die Maschine, die bei uns im Bad das Wetter macht, dass es am Sonntag 17 Grad warm werden soll. Auch unvorstellbar.

Aber es ist ja gut, dass der Winter so schnell vergangen ist und wir nicht eine Schneekatastrophe wie 1979 erleben mussten. An diese Zeit erinnert der langjährige Oberkreisdirektor Dr. Wilfried Wiesbrock mit einer Anekdote aus dem Kreishaus: „Gerorg Pohl, Leiter des Kreisordnungsamts, hatte den Kastastrophenfall feststellen lassen, die Bundeswehr um Hilfe gebeten und ein Fahrverbot verfügt. Jetzt saß er am Sorgentelefon, als es läutete. Ein aufgeregter Bürger berichtete, er wolle heiraten, aber nun das Fahrverbot!

Pohl versicherte, in einen solchen Fall würde er selbstverständlich helfen, mit der Gemeinde bzw. der Bundeswehr sprechen, damit der Kirchplatz vom Schnee geräumt werde, und eine Ausnahmegenehmigung vom allgemeinen Fahrverbot erhielte er auch. ,Aber’ – eine lange Pause folgte – überlegen Sie doch, ob diese Katastrophe nicht eine ernste, letzte Warnung vor der Hochzeit ist.’ Ich war mit im Zimmer, und die Begeisterung über dieses Telefonat war groß“, schreibt Dr. Wiesbrock abschließend.

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Erstellt:
19. Februar 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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