Grafschaft Hoya 28.12.2017 Von Die Harke

Schon mehr als 300 Stellungnahmen eingegangen

Formfehler: Amt kündigt Wiederholung der Öffentlichkeitsbeteiligung für Bau von Stromleitung und Umspannwerk an

Die 220-Kilovolt-Leitung zwischen Stade und Landesbergen soll durch eine neue 380-Kilovolt-Leitung ersetzt werden. Für den Leitungsabschnitt Dollern-Landesbergen hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg als zuständige Plaungsbehörde im April ein Raumordnungsverfahren ein. „Die bereits durchgeführte Beteiligung der Öffentlichkeit wird Anfang 2018 aufgrund eines Formfehlers bei der ortsüblichen Bekanntmachung noch einmal wiederholt“, heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Mit dem Raumordnungsverfahren prüft das Amt die Raumverträglichkeit der vom Stromkonzern [DATENBANK=2174]Tennet[/DATENBANK] vorgeschlagenen Trassenalternativen für den Neubau zwischen Dollern und Landesbergen.

Prüfgegenstand seien dabei auch die verschiedenen Standortalternativen für ein neues Umspannwerk im Raum der Grafschaft Hoya. Die Öffentlichkeit habe im zweiten Quartal 2017 Gelegenheit, die umfangreichen Antragsunterlagen in den Rathäusern der vom Untersuchungsraum berührten Städte und Gemeinden einzusehen.

In der Folge gingen rund 170 Stellungnahmen beim Lüneburger Amt ein. Aufgrund von Hinweisen im Beteiligungsverfahren erweiterte Tennet den Standortvergleich für das geplante Umspannwerk; das Fachamt ließ die geänderten Antragsunterlagen daraufhin 4. September bis 4. Oktober erneut in der von der Umspannwerk-Planung berührten Samtgemeinde Grafschaft Hoya auslegen. Auch in diesem Beteiligungsverfahren habe die Lüneburger Raumordnungsbehörde knapp 170 Stellungnahmen erhalten.

Für Anfang 2018 stehe nun eine Wiederholung der Öffentlichkeitsbeteiligung an. Grund sei ist ein Formfehler: „Bei der Ankündigung der letzten Auslegungen der Antragsunterlagen versäumte es das ArL Lüneburg, die verschiedenen Bände und Anlagen der Antragsunterlagen einzeln aufzulisten.“

Die Antragsunterlagen würden daher nach vorheriger ortsüblicher Bekanntmachung in Kürze noch einmal für die Dauer eines Monats in den vom Untersuchungsraum berührten Samt- und Einheitsgemeinden ausliegen, mit zweiwöchiger Nachfrist für Stellungnahmen.

Es bestehe erneut die Möglichkeit zur Äußerung. Parallel hierzu stehen alle Antragsunterlagen ab dem 8. Januar auch auf der Website des ArL Lüneburg erneut zur Ansicht und zum Download zur Verfügung, unter www.arl-lg.niedersachsen.de (unter „Strategie und Planung“ und „Raumordnung“). Dazu wird vom ArL Lüneburg auf folgendes hingewiesen: Ausgelegt werden die Antragsunterlagen in der Fassung vom 25. August. Diese berücksichtigen gegenüber der Fassung vom 31. März den erweiterten Standortvergleich für ein Umspannwerk im Raum der Grafschaft Hoya, der bereits im September/Oktober Gegenstand der Auslegung in der Samtgemeinde Hoya war. Zudem werde für die wiederholte Auslegung 2018 die Zusammenfassung der Antragsunterlagen in Band A geringfügig ergänzt.

„Bürgerinnen und Bürger, die bereits in den vorangegangenen Beteiligungsverfahren eine Stellungnahme beim ArL Lüneburg einreichten, müssen diese nicht erneut abgeben – alle bisher abgegebenen Stellungnahmen werden weiterhin im Raumordnungsverfahren berücksichtigt“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
28. Dezember 2017, 21:00 Uhr
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