Mitglieder des Arbeitskreises Landwirtschaft der CDU-Landtagsfraktion im Hofladen auf dem Bickbeernhof in Brokeloh mit Sylke Herse (4. von links). CDU

Mitglieder des Arbeitskreises Landwirtschaft der CDU-Landtagsfraktion im Hofladen auf dem Bickbeernhof in Brokeloh mit Sylke Herse (4. von links). CDU

Brokeloh 09.09.2017 Von Die Harke

„Schritt zum biologischen Anbau war richtig“

Arbeitskreis Landwirtschaft der CDU-Landtagsfraktion besuchte den Bickbeernhof Herse

Sylke Herse ist froh, den Weg zum biologischen Blaubeerenanbau gegangen zu sein, denn es gibt nicht so sehr viele Bio-Heidelbeerbauern. Die alten Sorten, die hier in Brokeloh gezüchtet und vermarktet werden, kommen zudem sehr gut beim Verbraucher an. Das verriet sie den Mitgliedern des Arbeitskreises Landwirtschaft der CDU-Landtagsfraktion bei deren Besuch. Die Landwirtin wolle daher die bewährten alten Sorten auch in Zukunft im Bestand behalten. Sie weiß, in diesen Früchten stecken viele gesunde Stoffe und gute Aromen, die in der Verarbeitung für Farbe und Geschmack sorgen.

Um aus erster Hand zu erfahren, wie der biologisch aufgestellte Bickbeernhof arbeitet, hatten sich Mitglieder des Arbeitskreises in Brokeloh zu einem Informationsgespräch getroffen. Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete [DATENBANK=424]Karsten Heineking[/DATENBANK] aus Warmsen hatte das Treffen initiiert, um seinen Landtagskollegen Informationen über den Anbau und die Vermarktung der blauen Früchte aus erster Hand aufzuzeigen. Teilgenommen haben auch Politiker aus der Kreispolitik und aus dem Aktiv-Team Landwirtschaft der Kreis-CDU.

In der Pressemitteilung zum Besuch heißt es: „Biolandwirtschaft betreibt die Heidelbeeranbauerin Sylke Herse aus Brokeloh seit 20 Jahren, seit fünf Jahren läuft der Betrieb nach dem heutigen Konzept. Bis ca. Ende August geht die Erntezeit mit Selbstpflückangebot und dem Genuss kulinarischer Heidelbeerköstlichkeiten direkt vor Ort. Während der Ernte sind 80 Erntehelfer und 30 Servicekräfte auf dem Bickbeernhof im Einsatz. Nach dem Saisonende am 22. September werden die Heidelbeerprodukte vermarktet. Allein am Betriebsstandort besteht die Möglichkeit zehn Tonnen der blauen Früchte für die spätere Verarbeitung und Vermarktung einzufrieren.“ Die Heidelbeerproduzentin dazu: „Die Direktvermarktung ist ein wichtiges Standbein im Angebotskonzept des Betriebes und die Menschen, die zu uns kommen, schätzen zudem die familiäre Atmosphäre, die auf dem Bickbeernhof zu spüren ist.“

Wünsche an die Politik hat die Unternehmerin auch. „Immer mehr Vorgaben und Richtlinien müssen von uns Landwirten beachtet werden, das kostet Zeit und Arbeitskraft. Um die zahlreichen verwaltungstechnischen und steuerlichen Aufgaben ordnungsgemäß und zeitgemäß bewältigen zu können, hat Sylke Herse vor einigen Monaten eine Vollzeitkraft eingestellt. Ihr großer Wunsch an die Politik ist es daher, für den Abbau der großen bürokratischen Vorgaben zu sorgen. Ihre Bitte ist es, die Politik möge sich für verbesserte und einheitlichere Vorgaben in der Lohnabrechnung einsetzen. Der zweite Wunsch geht in Richtung Handelsvorgaben, hier wünscht sich Sylke Herse ebenfalls mehr Unterstützung und der dritte Wunsch geht in Richtung Abbau bürokratischer Hindernisse“, schreibt die CDU.

Beim anschließenden Besuch des Hofladens konnten die Politiker die breite Angebotspalette der Regionalprodukte bestaunen. „Wichtig ist es, darin waren sich die Gesprächsteilnehmer einig, landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen, die ihre Erzeugnisse für uns Verbraucher anbauen und in der Region vermarkten. Sie müssen unterstützt werden und nicht durch zusätzliche Auflagen belastet werden“, heißt es in der Mitteilung.

„Wir brauchen Leuchtturmprojekte der landwirtschaftliche Betriebe, die mit einer guten Konzeption wirtschaften. Der Bickbeernhof Herse in Brokeloh ist ein gutes Beispiel dafür. Wir brauchen die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe hier in unserer ländlichen Region. Unsere Landwirtschaft ist ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor und sie darf nicht immer wieder durch neue Gesetze und Richtlinien in ihrer unternehmerischen Entwicklung ausgebremst werden“, erklärte Karsten Heineking abschließend.

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Erstellt:
9. September 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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