Skihasen sind willkommen bei der 40. HSV-Skifreizeit, aber auch Langläufer und Wanderer.

Skihasen sind willkommen bei der 40. HSV-Skifreizeit, aber auch Langläufer und Wanderer.

24.10.2015

„Schütteln und wieder aufsteh‘n“

Im Frühjahr 1977 organisierte Horst Ellinghausen die erste HSV-Skifreizeit, im Januar geht‘s zum 40. Mal los

Von Edda Hagebölling

Holtorf/Drakenburg. Ganz unsportlich sollte nicht sein, wer sich zusammen mit dem harten Kern um HSV-Urgestein Horst Ellinghausen Jahr für Jahr auf den Weg in den Winterurlaub macht. Spaß vertragen sollte er auch. Und hin und wieder auch einen Obstler. Im Januar machen sich die Holtorfer zum 40. Mal auf den Weg. Vom 23. bis 30. Januar geht es nach Galtür. Einer kleinen Gemeinde in Tirol. 1999 waren die Holtorfer schon einmal dort. Allerdings ohne ihren Chef-Reiseleiter. „Der hatte Knie“, wie Uschi und Horst Ellinghausen, Helmut Ebeling, Angela Fahlsing und Heiko Mönch beim Treffen mit der Harke am Sonntag gut gelaunt berichteten.

Die fünf passionierten Skiläufer würden sich freuen, wenn auch dieses Mal wieder viele Gleichgesinnte mitkämen. Sie betonen aber auch: Das müssen nicht zwingend Abfahrtsläufer sein. Langläufer und Wanderer sind uns ebenso willkommen. Auch vom Alter her sind noch unten und oben keine Grenzen gesetzt. Eine Mitgliedschaft in der Holtorfer Sportvereinigung ist ebenfalls nicht Bedingung. Die Mitreisenden, die sich bisher angemeldet haben, kommen aus so gut wie allen Gegenden des Landkreises. Rohrsener und Haßberger sind ebenso dabei wie Skihasen aus Steimbke, Wietzen, Hoya oder Sulingen.

„Im Vorfeld der Freizeit an der Skigymnastik teilzunehmen, kann allerdings nicht schaden“, wirft Horst Ellinghausen ein. Diese beginnt am heutigen Sonntag und findet bis zur Abfahrt nach Galtür immer sonntags um 10 Uhr statt.

In der Holtorfer Halle. Das war nicht immer so. „Anfangs haben wir in der Krähe trainiert. Dort, wo heute die Mülldeponie ist. Und nicht selten sogar mit echtem Schnee“, erinnert sich Ellinghausen noch gut.

Die allererste Skifreizeit fand 1977 statt. Mit Kind und Kegel ging es mit 50, 60 Leuten nach Mallnitz. Weitere Ziele – zunächst in Österreich, später auch in Italien – folgten. Irgendwann tauschte man den Zug gegen den Bus ein. Entsprechend avancierte Busfahrer Peter zum wichtigsten Mann. Nach „Reiseleiter“ Ellinghausen.

Weil er so gut Busfahren kann, aber auch, weil er als „Oberdeputatenverwalter“ jedes Mal dafür Sorge trägt, dass niemand verdurstet beim Après Ski im Hotel oder auf der Alm.

Doch es wird nicht nur gefeiert. Zum Rahmenprogramm der HSV-Skifreizeit gehören ein internes Slalomrennen, die Winterspiele – indoor wie outdoor – und der Rütli-Schwur. „Der kann schon mal dazu führen, dass man sich morgens um 6 Uhr in der eiskalten Enns wiederfindet“ so der Ellinghausen-Clan schmunzelnd.

Ski gefahren wird mittlerweile mit Helm. Wegen der sich häufenden schweren Unfälle. „Auslöser war für viele von uns das Unglück mit Thüringens ehemaligem Ministerpräsident Althaus im Januar 2009“, erinnert sich Helmut Ebeling.

Und auch den Klimawandel haben die passionierten Skiläufer hautnah mitbekommen. „Unter 2000 Metern gibt es mitrtlerweile kaum noch echten Schnee. Neue Skigebiete sind daher nicht mehr zu erwarten“, so der Drakenburger.

An Galtür, das Ziel der Jubiläums-Skifreizeit, erinnert sich der harte Skiläufer-Kern mit gemischten Gefühlen. „Damals sind wir nur knapp der Katastrophe entronnen. Es hatte tagelang ununterbrochen geschneit. Dass wir aus dem Tal herausgekommen sind, hatten wir nur dem Besitzer unseres Hotels zu verdanken“, erinnert sich Ebeling als wäre es gestern gewesen. Besonders tragisch: die Frau des Hotelbesitzers und dessen Schwiegertochter waren 14 Tage später unter den 32 Lawinenopfern, die nur noch tot geborgen werden konnten.

Das liegt jetzt allerdings über 15 Jahre zurück. Mit der Gruppe erneut im „Alpenhotel Tirol“ von Familie Lorenz abzusteigen, stand für Horst Ellinghausen außer Frage. Die Unterkunft gebucht hat der passionierte Sikiläufer, wie immer, schon ein Jahr im Voraus.

Wer Näheres über die Skifreizeit erfahren möchte, kann sich unter der Nummer 0 50 24/ 4 12 gerne an den langjährigen Vorsitzenden der Holtorfer Sportvereinigung wenden. Dem steht vorher allerdings noch ein weiteres besonderes Ereignis ins Haus: Am 18. Dezember wird Horst Ellinhausen 80 Jahre alt.

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Erstellt:
24. Oktober 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 58sec

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