„Elmigra“-Multiplikatorin Ruki Jünemann (links) referierte auf Arabisch zum Thema „Schulalltag“ in Haßbergen. Ingola Vaupel (Zweite von links) und Werner Lücke (rechts) gehören zum ehrenamtlichen Organisationsteam des „Café International“. Landkreis Nienburg

„Elmigra“-Multiplikatorin Ruki Jünemann (links) referierte auf Arabisch zum Thema „Schulalltag“ in Haßbergen. Ingola Vaupel (Zweite von links) und Werner Lücke (rechts) gehören zum ehrenamtlichen Organisationsteam des „Café International“. Landkreis Nienburg

Haßbergen 02.06.2019 Von Die Harke

Schulalltag, Pubertät und Medienerziehung

Informationsveranstaltungen mit „Elmigra“-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren

Anfang des Jahres 2016 kamen die ersten Flüchtlinge nach Haßbergen. Sie wurden von Ursula Nenstedt ehrenamtlich betreut. Kurze Zeit später verstärkte Ingola Vaupel das kleine Team. Schnell wurde klar, dass mehr Flüchtlinge eintrafen, und die beiden baten Pastor Thies Jarecki um Hilfe. In dieser Zeit keimte auch der Gedanke, ein regelmäßiges Treffen von Neubürgern und Haßbergern zu veranstalten. Mit Erlaubnis der Kirchengemeinde durfte dafür das Gemeindehaus genutzt werden. Das erste Treffen im „Café International “ war am 18. Juli 2016. Seit diesem Datum findet das Café regelmäßig an jedem ersten und dritten Montag im Gemeindehaus statt. Während der Treffen können die Kinder spielen und Erwachsene sich bei Tee und Kaffee austauschen und Fragen zu Behörden und Institutionen stellen. Da 80 Prozent der Geflüchteten aus Arabisch sprechenden Ländern kommen, war es ein großes Glück, dass Ahmed Chaaban als Übersetzer für das Café-Team gewonnen werden konnte. Ahmed Chaaban ist gebürtiger Ägypter und lebt seit 60 Jahren in Deutschland. Er hilft unentgeltlich bei Behördengängen und Arztbesuchen. Mit einem Team aus rund zehn Helfern werden zurzeit 16 Erwachsene und 16 Kinder betreut.

Kürzlich fand eine ganz besondere Veranstaltung anlässlich des „Café International“ statt. „Elmigra“-Multiplikatorin Ruki Jünemann referierte auf Arabisch zum Thema „Schulalltag“. „Elmigra“-Multiplikatorinnen und -Multiplikatoren bieten gezielte Informationsveranstaltungen zu den Themen Schulalltag, Pubertät und Medienerziehung an und erweitern das Angebot der Koordinierungsstelle Migration und Bildung des Landkreises Nienburg.

„Elmigra“ steht für „Eltern mit Migrationshintergrund“. Geschulte Multiplikatorinnen und Multiplikatoren bieten in enger Kooperation mit der Koordinierungsstelle Migration und Bildung unterschiedliche kostenfreie Informationsangebote an. „Während der Veranstaltung für Eltern mit Migrationshintergrund wird auch eine Kinderbetreuung angeboten“, unterstreicht Tatjana Weimer von der Koordinierungsstelle.

Die Koordinierungsstelle steht im direkten Kontakt mit den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, organisiert Arbeitstreffen und ist sowohl für die Öffentlichkeitsarbeit als auch für die Koordinierung der Einsätze zuständig.

Ziel des Projektes „Elmigra“ ist es, den Zugang zu Zugewanderten zu finden, Informationen kultursensibel zu vermitteln und Zugewanderte als aktiven Teil unserer Gesellschaft zu gewinnen. Veranstaltungen der Koordinierungsstelle Migration und Bildung werden gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Wer Interesse an einer Veranstaltung zu den Themen Schulalltag, Pubertät und Medienerziehung hat, kann sich an migration@kreis-ni.de wenden oder Tatjana Weimer unter Telefon (0 50 21) 96 71 55 kontaktieren.

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Erstellt:
2. Juni 2019, 10:21 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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