Claudia Eckhardt, Carmen Prummer, Brigitte Immel und Nina Heuer (von links) vom Landkreis engagieren sich für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug an Schulen. Kreis Nienburg

Claudia Eckhardt, Carmen Prummer, Brigitte Immel und Nina Heuer (von links) vom Landkreis engagieren sich für den Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug an Schulen. Kreis Nienburg

Landkreis 24.06.2017 Von Die Harke

Schulen des Kreises suchen Bufdis

Bewerbungsfrist endet noch in diesem Monat

Der Landkreis Nienburg sucht zum neuen Schuljahr noch Bundesfreiwilligendienstleistende für insgesamt fünf Schulen im Kreisgebiet. Bei den Stellen an den B[DATENBANK=1231]erufsbildenden Schulen Nienburg[/DATENBANK], den Oberschulen in [DATENBANK=4783]Steimbke[/DATENBANK], [DATENBANK=625]Uchte[/DATENBANK] und [DATENBANK=169]Hoya[/DATENBANK] sowie an der Hauptschule Liebenau steht die Arbeit mit Flüchtlingsbezug im Vordergrund. Bewerbungen, gern auch von Interessierten mit eigener Fluchterfahrung, nimmt der Fachdienst Personalwirtschaft entgegen. Begleitet werden die Freiwilligen durch den Fachdienst Migration und Teilhabe.

„Ein Bundesfreiwilligendienst hilft jungen Leuten bei der Berufsorientierung oder der Überbrückung eines Wartesemesters. Aber auch Ältere können vom Dienst als „Bufdi“, wie die Freiwilligen genannt werden, profitieren. Etwa um Kontakte zu gewinnen oder etwas Neues auszuprobieren“, sagt [DATENBANK=1575]Carmen Prummer[/DATENBANK], Fachdienstleiterin Migration und Teilhabe. An den genannten Schulen sollen engagierte Helferinnen und Helfer die Integration junger Menschen ins Schulleben voranbringen. Dabei geht es um individuelle Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe im schulischen Kontext, um Hilfe bei der Akquise von Praktikumsplätzen, Unterstützung in den so genannten Sprachlernklassen und um die Begleitung zu Einrichtungen und Institutionen in den jeweiligen Kommunen.

„Die Einrichtung der fünf Stellen erfolgt in einem Pilotprojekt“, erläutert [DATENBANK=1218]Brigitte Immel[/DATENBANK], Fachbereichsleiterin Bildung. Ob an weiteren Schulen Stellen für ‚Bufdis‘ eingerichtet werden, wird zu einem späteren Zeitpunkt nach Auswertung der gewonnenen Erfahrungen entschieden.“ Bei ihrem Dienst an den fünf weiterführenden Schulen erhalten die „Bufdis“ neben dem gesetzlich festgelegten Taschengeld von 300 Euro und der Sozialversicherung durch den Landkreis auch eine pädagogische Begleitung durch den Fachdienst. Neben der Anleitung finden regelmäßige Teambesprechungen und Einzelgespräche statt. Es wird Fortbildungstage, einen Integrationslotsenkurs und eine JuLeiCa-Schulung geben.

Seit fast sechs Jahren gibt es den Bundesfreiwilligendienst. Aus den ersten knapp 600 Freiwilligen im Juli 2011 sind inzwischen mehr als 200.000 „Bufdis“ geworden, die sich in sozialen, ökologischen, kulturellen oder Sporteinrichtungen und Projekten engagieren. Nähere Informationen gibt es für Interessierte bei Carmen Prummer, Fachdienst Migration und Teilhabe beim Landkreis Nienburg unter Telefon (0 50 21) 96 76 86.

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Erstellt:
24. Juni 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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