Grant Hendrik Tonne im Gespräch mit Schulleiterin Sandra Badermann. Privat

Grant Hendrik Tonne im Gespräch mit Schulleiterin Sandra Badermann. Privat

Stolzenau 21.01.2017 Von Die Harke

Schulleiterin und Politiker im Dialog

Landtagsabgeordneter Grant Hendrik Tonne zu Besuch in der „Regenbogenschule“ Stolzenau

Zu einem Gedankenaustausch über die aktuellen Herausforderungen an Grundschulen besuchte der Landtagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, [DATENBANK=513]Grant Hendrik Tonne[/DATENBANK], unlängst die „Regenbogenschule“ in Stolzenau. Die zu besprechende Themenpalette war breit und ging von den ersten Erfahrungen der neu eingeführten Ganztagsschule in Stolzenau über die Betreuung und Unterrichtung von Flüchtlingen hin zur Inklusion.

Einführend stellte Schulleiterin Sandra Badermann. die 51473 vor und betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger, der Samtgemeinde Mittelweser. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass die Mensa der Grundschule Stolzenau im Februar auch offiziell eröffnet werden soll.

Bezüglich der seit dem Schuljahr 2016/2017 bestehenden Ganztagsschule in Stolzenau sei man auf dem richtigen Weg, erläuterte Badermann. Das Angebot werde gut angenommen. Beide Gesprächspartner waren sich darin einig, dass der eingeschlagene Weg zum Ausbau der Ganztagsschulen richtig sei, gleichwohl wünsche man sich zusätzliche Möglichkeiten zur Entlastung von Schulleitungen im Rahmen der Abwicklung des Ganztages.

„Ich nehme aus diesem wie auch aus vielen anderen Gesprächen mit, dass wir uns schnell verständigen müssen, wie wir die Schulleitungen ganz konkret von bürokratischem Aufwand im Rahmen der Ganztagsgestaltung entlasten können“, so Grant Hendrik Tonne.

Sandra Badermann berichtete weiterhin, dass man aktuell knapp 30 Flüchtlingskinder an der Grundschule in Stolzenau beschule und hierbei auch erfreulicherweise auf eine Sprachlernklasse zurückgreifen könne.

Problematisch gestalte sich jedoch die Versorgung mit ausreichend Lehrkräften, nicht nur in Stolzenau oder im Landkreis Nienburg, sondern bundesweit. Erfreulicherweise sei die vakante Stelle an der „Regenbogenschule“ mittlerweile mit einer Fachkraft besetzt worden. Kurzfristig müssen nun individuelle Lösungen gefunden werden, mittel- und langfristig müssten Studienplätze für das Lehramt ausgebaut werden.

Ferner unterstrich Sandra Badermann den Bedarf an Schulsozialarbeitern an der Primarstufe allgemein und den Wunsch, eine solche Stelle auch für die „Regenbogenschule“ zu erhalten. Tonne erläuterte, dass das Land anstrebe, Schulsozialarbeit an jeder Schule einzurichten. Dies ginge aber nur Schritt für Schritt.

Er werde sich aber für Schulsozialarbeiterstellen auch an Grundschulen einsetzen.

Einig waren sich beide Gesprächspartner auch darin, dass im Rahmen der Inklusion weitere Schritte vorangegangen werden müssen. Der jetzige Zustand und die gesetzlichen Grundlagen müssen weiter angepasst werden, um den individuellen Förderbedarf eines jeden einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin gerecht zu werden. Hierbei spiele eine ausreichende Versorgung mit Förderstunden und eine zügige Bearbeitung von Wünschen zur Schulbegleitung eine entscheidende Rolle.

Tonne dankte der Schulleiterin stellvertretend für alle Lehrkräfte für das Engagement und den Einsatz für die Schülerinnen und Schüler. „In den letzten Jahren ist viel erreicht worden, aber es gibt auch noch viel zu tun. Die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und die Ausstattung stehen dabei ganz oben auf der Agenda“, so Tonne.

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Erstellt:
21. Januar 2017, 21:00 Uhr
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